Sachsen
14:21 Uhr

Nach Angriff auf Lokführer – EVG fordert Doppelbesetzung

Ein 16-Jähriger schlägt in Sachsen einen Lokführer nieder. Warum die Gewerkschaft EVG jetzt Alarm schlägt und was das für Bahnreisende bedeutet.
Doppelstockzug
Doppelstockzug in Berlin, © Deutsche Bahn AG / Dominic Dupont
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Nach einem tätlichen Angriff eines 16-Jährigen auf einen Lokführer in Sachsen hat die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) erneut Konsequenzen gefordert. "Die wichtigste Maßnahme wäre die Doppelbesetzung, damit kein Zugbegleiter mehr allein auf dem Zug arbeiten muss", sagte der stellvertretende Vorsitzende der EVG, Kristian Loroch.

Am Samstagabend hatte der Jugendliche nach Angaben der Bundespolizei einen Lokführer niedergeschlagen und auf sein Opfer eingetreten. Der 16-Jährige hatte zuvor die Gleise überquert und war dabei von einer Zugbegleiterin fotografiert worden. Als der Jugendliche die Frau bedrängte, kam ihr der Lokführer zu Hilfe und wurde umgehend attackiert.

Täglich gibt es laut Loroch gewalttätige Angriffe auf Zugpersonal. "Ein Drittel der Bahn-Beschäftigten denkt schon jetzt daran, wegen der Sicherheitslage den Job zu wechseln." Politik und Bahnunternehmen müssten jetzt endlich wirksame Maßnahmen für mehr Sicherheit ergreifen.
© dpa | Abb.: Deutsche Bahn AG / Dominic Dupont (Symbolbild) | 02.06.2026 14:21

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