In den kommenden Jahren fließen zwar viele Milliarden aus dem schuldenfinanzierten Sondervermögen für Infrastruktur in die Schiene. Dabei liegt der Fokus aber auf der Sanierung bestehender Bahnstrecken.
Das Bundesverkehrsministerium hatte auch deshalb in den Haushaltsverhandlungen auf mehr Geld für Neu- und Ausbauprojekte bei der Bahn gedrängt. "Um die steigenden Anforderungen an die Schieneninfrastruktur zu bewältigen, wurden die Investitionen in den Neu- und Ausbau auf ein Rekordniveau erhöht", hatte das Ministerium bereits im Frühling mitgeteilt.
Der Verband der privaten Güterbahnen begrüßte die geplante Erhöhung. Zugleich kritisierte Geschäftsführerin Neele Wesseln, dass die Trassenpreisförderung im Schienengüterverkehr von 345 Millionen Euro in diesem Jahr auf 200 Millionen Euro in 2027 sinken solle. Die Trassenpreise sind eine Art Schienenmaut. "Werden die Fördermittel jetzt gekürzt, verteuert die Bundesregierung den Schienengüterverkehr - und sorgt für weitere Rückverlagerung vom Güterzug auf den Lkw", sagte Wesseln.
© dpa | Abb.: Deutsche Bahn AG / Volker Emersleben | 04.07.2026 14:29








