Demnach sollen Dieselfahrzeuge im Schienenpersonennahverkehr in den kommenden Jahren schrittweise durch emissionsfreie Fahrzeuge ersetzt werden. Die Akkuzüge laden ihre Batterien auf elektrifizierten Streckenabschnitten oder an speziellen Ladepunkten auf und können anschließend auch Strecken ohne Oberleitung zurücklegen. Nach Angaben der NASA liegt die Reichweite im Batteriebetrieb derzeit bei bis zu 120 Kilometern.
Laden während der Fahrt oder am Bahnhof
Um die Fahrzeuge im bestehenden Streckennetz einsetzen zu können, müssten auf einigen Verbindungen sogenannte Oberleitungsinseln und Ladestationen gebaut werden. Die Züge könnten ihre Batterien dabei während der Fahrt unter der Oberleitung oder bei längeren Aufenthalten an Bahnhöfen aufladen, hieß es weiter.
Als mögliche Einsatzstrecke nennt die NASA die S-Bahn-Linie S11 zwischen Halle und Querfurt. Dort werde geprüft, ob Akkuzüge bereits vor dem nächsten Verkehrsvertrag im Jahr 2032 eingesetzt werden können. Auf dieser Strecke seien nach Angaben des Unternehmens keine zusätzlichen Elektrifizierungsmaßnahmen erforderlich. Fahrgäste könnten von moderneren, größeren und leiseren Fahrzeugen profitieren.
Umstieg soll schrittweise erfolgen
Ein schneller Austausch der bestehenden Dieselzüge sei allerdings nicht vorgesehen. Die derzeit eingesetzten Fahrzeuge seien erst seit rund sieben Jahren im Betrieb. Zudem müssten zunächst Ladeinfrastruktur geschaffen, neue Fahrzeuge beschafft und Werkstätten angepasst werden. Langfristig erwartet die NASA Vorteile infolge geringerer Energie- und Wartungskosten sowie eines klimafreundlicheren Betriebs.
© dpa | Abb.: NASA GmbH | 15.06.2026 14:02








