Weniger Ärgernis
20:14 Uhr

Branche will Gremium für bessere Fahrgastinfos gründen

Digitale Fahrgastinformationen sind ein Sorgenkind bei der Bahn. Konzernchefin Palla hat Verbesserungen zugesagt, ist dabei aber auch auf die Branche angewiesen. Nun kommt ein gemeinsames Gremium.
Hamburg Hauptbahnhof - Bahnsteig mit neuem Zuginfomonitor (ZIM)
Hamburg Hauptbahnhof - Bahnsteig mit neuem Zuginfomonitor (ZIM), © Deutsche Bahn AG / Jonas Wresch (Symbolbild)
Die Bahnbranche will sich mit Blick auf bessere Fahrgastinformationen enger untereinander abstimmen. Mehrere Verbände und die Deutsche Bahn haben sich auf einer Konferenz auf die Gründung eines entsprechenden Gremiums verständigt, das Fragen rund um Daten, Standards und Prozesse der Fahrgastinformationen koordinieren soll. Beteiligt sind neben der Bahn der Bundesverband Schienennahverkehr und der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen. 

Langsame Verspätungsinformationen oder kurzfristige Gleiswechsel: Digitale Fahrgastinformationen sind in vielen Fällen unzureichend und oft ein Ärgernis für die Fahrgäste. Bahnchefin Evelyn Palla hat noch für dieses Jahr ein Sofortprogramm angekündigt, mit dem sich die Situation bessern soll. 

Im Blick stehen zum einen Daten zur Position der Züge und zu Gleiswechseln, die von der Konzerntochter DB Infrago als Gleisnetzbetreiberin stammen. Diese sollen möglichst früh in die Informationssysteme eingespeist werden. 

Damit sich die Gesamtsituation der Fahrgäste verbessert, kommen aber auch die Wettbewerber ins Spiel, die der Bahn inzwischen vor allem im Regionalverkehr Konkurrenz machen. Wichtig sei, dass alle anderen Verkehrsunternehmen auf der Schiene ebenfalls präzise Daten einspielten, damit flächendeckend eine gute Kundeninformation entstehe, sagte die Bahnchefin Anfang März. Es sei eine Gemeinschaftsaufgabe der gesamten Branche.

Das neue Gremium könnte ein Schritt in diese Richtung sein.
© dpa | Abb.: Deutsche Bahn AG / Jonas Wresch (Symbolbild) | 28.04.2026 20:14

Es gibt neue
Nachrichten bei schiene.de

Startseite neu laden