Sturm
09:18 Uhr   UPDATE 

Bahnverkehr in NRW durch umgestürzte Bäume gestört

Umgestürzte Bäume, blockierte Gleise, Behinderungen im Berufsverkehr: Starker Wind hat in NRW Schäden verursacht. Die Feuerwehr hat alle Hände voll zu tun.
Regionalbahn in NRW
Regionalbahn in NRW, © Pixabay
Durch heftige Windböen sind in Teilen Nordrhein-Westfalens Bäume auf Straßen und Bahnstrecken gestützt und behindern den Verkehr. Polizei und Feuerwehr warnen Autofahrer davor, dass zum Beginn des Berufsverkehrs noch größere Äste auf der Fahrbahn liegen könnten.

Laut Deutschem Wetterdienst sind noch bis Montagabend in ganz Nordrhein-Westfalen Windböen bis Stärke 7 möglich. Landesweit gilt die niedrigste Unwetter-Warnstufe.

Mehrere Bahnstrecken blockiert

Bei der Bahn gab es Probleme unter anderem zwischen Aachen und Herzogenrath. Ein Baum blockierte die Schienen, so dass Züge auf den Linien RE1, RE4, RE18, RB20 und RB33 nur eingeschränkt fuhren.

Auch zwischen Kempen und Krefeld, zwischen Wuppertal und Essen, zwischen Solingen und Hilden sowie zwischen Jüchen und Rheydt-Odenkirchen behinderten umgestürzte Bäume laut Bahn den Zugverkehr. Wie schnell die Schäden an den Gleisen behoben werden können, war zunächst unklar.

Zug kollidiert mit Baum - 30 Fahrgäste evakuiert

Ein Zug ist in Mönchengladbach mit einem vom Sturm umgewehten Baum kollidiert. Die 30 Fahrgäste seien unverletzt geblieben, sagte eine Sprecherin der Bundespolizei. Weil der Zug nicht weiterfahren konnte, wurden sie von der Feuerwehr evakuiert.

Der Unfall habe sich bereits am frühen Morgen in der Nähe des Bahnhofs Rheydt-Odenkirchen ereignet, als die Regionalbahn 27 von Mönchengladbach in Richtung Köln fuhr, wie ein Bahnsprecher sagte. Weitere Details waren zunächst nicht bekannt.

Sperrung dauert mehrere Tage 

Die Oberleitung der Bahnstrecke im Süden von Mönchengladbach wurde durch den Baum stark beschädigt. In einer ersten Einschätzung ging die Bahn davon aus, dass die Reparatur mehrere Tage dauern könnte.

Betroffen sind dort Züge der Linien RE8 (Koblenz-Köln-Mönchengladbach) und RB27 (Koblenz-Rommerskirchen-Mönchengladbach). Die Züge aus Richtung Köln enden in Rommerskirchen. Von dort geht es den Angaben zufolge nur mit Ersatzbussen weiter bis nach Mönchengladbach. Die Busse halten an allen Bahnhöfen auf der Strecke, also unter anderem in Grevenbroich, Jüchen und Reydt.

Teilweise können Reisende auf andere Züge ausweichen

Wer direkt aus Köln nach Mönchengladbach fahren will, könne stattdessen zum Beispiel auf Züge der Linien RE6, RE7 oder S11 umsteigen. Weil diese Züge eine andere Strecke fahren, sind sie von der Sperrung nicht betroffen. Auch aus Neuss und Grevenbroich gebe es Möglichkeiten, über andere Strecken mit dem Zug nach Mönchengladbach zu kommen.

Da es durch die Arbeiten auch kurzfristig noch zu Änderungen kommen könne, sollten Reisende ihre Verbindung auf jeden Fall in der Onlineauskunft checken, riet die Bahn.
© dpa, schiene.de | Abb.: Pixabay | 30.03.2026 07:05

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