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05:26 Uhr

Verschuldung der Hamburger Hochbahn ist gestiegen

Finanzvorständin Schmidt-Brunn unterstützt zwar den Investitionskurs des Unternehmens, mahnt aber gleichzeitig zum Schuldenabbau. Auf das Thema müsse geschaut werden.
U-Bahn DT5 am Hamburger Hafen
U-Bahn DT5 am Hamburger Hafen, © HOCHBAHN
Die Verschuldung der Hamburger Hochbahn ist gestiegen. Nach Aussage von Finanzvorständin Merle Schmidt-Brunn hat das städtische Verkehrsunternehmen inzwischen mehr als zwei Milliarden Euro Fremdkapital aufgenommen. Ende 2024 lag die Verschuldung einer Antwort des Senats zufolge bei mehr als 1,7 Milliarden Euro. 

"Wir investieren in die Zukunft. Das ist von der Stadt so entschieden worden und von uns auch so gewollt", sagte Schmidt-Brunn im Interview der Deutschen Presse-Agentur. Die Hochbahn investiert unter anderem in den Ausbau der Elektrobusflotte und erweitert das U-Bahn-Netz. 

Die Hochbahn sei für Investoren sehr attraktiv, sagte sie. Am Kapitalmarkt gelte die Hochbahn als besonders nachhaltig, weil das Unternehmen die Verkehrswende vorantreibe und Projekte funktionierten. 

Die Finanzvorständin befürwortet zwar die Investitionen, spricht sich aber auch für einen Schuldenabbau aus. "Wir wollen nicht, dass die Verschuldung dauerhaft zunimmt." Die Hochbahn stehe bereits im Austausch mit der Stadt, weil auf das Thema geschaut werden müsse. "Die Schulden müssen Stück für Stück von der Stadt aus dem Haushalt ausgeglichen werden. Das passiert auch."

Hohe Dieselpreise sind eine Belastung

Schmidt-Brunn sagte, das Unternehmen verzeichne seit Jahren mehr oder weniger stagnierende Einnahmen. Das liege an der Sozialpolitik, die über die Fahrkartenpreise betrieben werde. Die Preise für das Deutschlandticket und der HVV-Tarif seien über Jahre moderat angehoben worden. Die Kosten der Hochbahn hätten sich aber stärker als die Inflationsrate entwickelt. 

Derzeit machten sich besonders die hohen Dieselpreise bemerkbar, sagte sie. Die Hochbahn erwarte Mehrkosten von mehreren Millionen Euro im Vergleich zur ursprünglichen Planung. Kostenmindernd wirkt laut Hochbahn, dass inzwischen nahezu 40 Prozent der Hochbahn-Busse elektrisch fahren.
© dpa | Abb.: HOCHBAHN (Archiv) | 19.10.2026 05:26

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