Bus und Bahn
20:06 Uhr

Pro Bahn fordert sichere Finanzierung in Sachsen und Sachsen-Anhalt

Steigende Kosten und Personalmangel setzen dem Nahverkehr in Sachsen und Sachsen-Anhalt zu. Warum der Verband vor einem Rückbau warnt und eine neue Resolution fordert.
Der Fahrgastverband Pro Bahn fordert für Sachsen und Sachsen-Anhalt eine sichere Finanzierung für den öffentlichen Verkehr. Steigende Kosten, Personalmangel und angespannte öffentliche Haushalte würden Bus und Bahn zunehmend unter Druck setzen, teilte der Landesverband der beiden Bundesländer mit. Das zeige sich besonders in Sachsen mit Einschnitten beim Dresdner, Chemnitzer und Bautzener ÖPNV. In Sachsen-Anhalt kritisiert der Verband das Effizienzprogramm bei der Halleschen Verkehrs-AG.

Der Landesvorsitzende Markus Haubold sieht in den Kürzungen mehr als einzelne Fahrplananpassungen. "Vielmehr droht ein struktureller Rückbau des öffentlichen Verkehrs", sagte er laut Mitteilung. "Genau deshalb brauchen wir jetzt eine verlässliche Finanzierung."

Dafür spricht sich der Verband in einer neuen Resolution aus, die bei einer Landesversammlung in Halle einstimmig beschlossen wurde. Darin wird gefordert, bestehende Angebote zu sichern, die Betriebsqualität zu verbessern und Reaktivierungen stillgelegter Strecken in ein Gesamtkonzept einzubetten. Auch in Krisenzeiten müsse der öffentliche Verkehr mit der gleichen Priorität wie der motorisierte Individualverkehr behandelt werden. Das bestehende Angebot soll die Grundlage für gezielte Ausweitungen und Reaktivierungen bilden.

"Mobilität darf nicht davon abhängen, wie angespannt der Haushalt einer Stadt oder eines Landkreises gerade ist", betonte Haubold. Wer Takte ausdünne und Verbindungen streiche, riskiere Fahrgastverluste.
© dpa | 26.09.2026 20:06

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