Der Landesvorsitzende Markus Haubold sieht in den Kürzungen mehr als einzelne Fahrplananpassungen. "Vielmehr droht ein struktureller Rückbau des öffentlichen Verkehrs", sagte er laut Mitteilung. "Genau deshalb brauchen wir jetzt eine verlässliche Finanzierung."
Dafür spricht sich der Verband in einer neuen Resolution aus, die bei einer Landesversammlung in Halle einstimmig beschlossen wurde. Darin wird gefordert, bestehende Angebote zu sichern, die Betriebsqualität zu verbessern und Reaktivierungen stillgelegter Strecken in ein Gesamtkonzept einzubetten. Auch in Krisenzeiten müsse der öffentliche Verkehr mit der gleichen Priorität wie der motorisierte Individualverkehr behandelt werden. Das bestehende Angebot soll die Grundlage für gezielte Ausweitungen und Reaktivierungen bilden.
"Mobilität darf nicht davon abhängen, wie angespannt der Haushalt einer Stadt oder eines Landkreises gerade ist", betonte Haubold. Wer Takte ausdünne und Verbindungen streiche, riskiere Fahrgastverluste.
© dpa | 26.09.2026 20:06







