Der Motorschaden war nach einigen wenigen öffentlichen Fahrten im Juni festgestellt worden. Durch einen vermutlichen Haarriss in einer Vorkammer des Motors sei es zu einem Ermüdungsbruch gekommen, hieß es. Seither wird das historische Gefährt mit stromlinienförmiger Front und markanter Nase in Radebeul repariert. Die Reparatur koste ungefähr 20.000 bis 25.000 Euro, sagte Lieb.
Das einstige Prestigefahrzeug der Deutschen Reichsbahn im internationalen Verkehr stammt aus dem Jahr 1968 und war über mehr als fünf Jahre hinweg aufwendig aufbereitet worden. Die Kosten dafür wurden mit etwa 7 Millionen Euro angegeben. Hinter dem Projekt stehen Bahn-Enthusiasten, die sich in der 2019 gegründeten gemeinnützigen GmbH SVT Görlitz zusammengetan haben. Ihr Ziel ist ein wirtschaftlicher Betrieb des Oldtimer-Zuges.
Regelmäßige Sonderfahrten geplant
Der Zug soll regelmäßig bei Sonderfahrten zu erleben sein, etwa nach Prag und Karlsbad oder nach Hamburg und Sylt. Ende Juni sollte er Fans der Band Keimzeit ("Kling Klang") von Dresden zu einem Konzert nach Cottbus bringen. Doch dazu kam es nicht, weil kurz zuvor der Motorschaden festgestellt wurde.
In den 1960er Jahren wurden insgesamt acht Züge dieses Typs gebaut. Der Schnelltriebwagen war für eine Höchstgeschwindigkeit von 160 Kilometern pro Stunde zugelassen. Der Zug verband einst unter anderem Berlin mit Prag und Wien.
© dpa | Abb.: Andreas Steinhoff (Archiv) | 07.08.2026 06:49







