Jahr 2025
05:58 Uhr

Bund investierte mehr als 220 Euro pro Kopf in Schiene

Der Bund hat 2025 pro Person 222 Euro ins Schienennetz gesteckt – ohne den Zustand entscheidend zu verbessern. Die Allianz pro Schiene fordert mehr Planungssicherheit.
Korridorsanierung Hagen–Wuppertal–Köln
Korridorsanierung Hagen–Wuppertal–Köln - hier: Gleisumbauarbeiten mit der Planumsverbesserungsmaschine PLASSER & THEURER RPM RS 900 von SCHWEERBAU, © Deutsche Bahn AG / Michael Neuhaus
Der Bund hat im vergangenen Jahr 222 Euro pro Kopf in das Schienennetz investiert. Das geht aus einer Auswertung des Interessenverbands Allianz Pro Schiene und der Unternehmensberatung SCI Verkehr hervor. Die Investitionen stiegen damit erneut deutlich, 2024 lagen die Pro-Kopf-Ausgaben noch bei 198 Euro. Die Allianz pro Schiene appelliert an die Bundesregierung, das hohe Niveau dauerhaft zu sichern und insbesondere für den Kapazitätsausbau im Schienennetz langfristig mehr Mittel bereitzustellen.

"Investitionen ins Schienennetz dürfen nicht Jahr für Jahr davon abhängig
gemacht werden, wie viel im Bundeshaushalt übrig bleibt. Der Bund muss endlich eine verlässliche Finanzierung über mehrere Jahre aufbauen, wie es etwa in der Schweiz seit vielen Jahren der Fall ist", sagte Verbandsgeschäftsführer Dirk Flege.

Das Schienennetz in Deutschland ist trotz der Milliarden-Investitionen weiterhin in einem schlechten Zustand. Nach Angaben der für die Infrastruktur zuständigen Bahn-Tochter DB InfraGo wurden 2025 rund 26.000 Baustellen absolviert. Die Zustandsnote des Netzes blieb dadurch laut dem aktuellsten Bericht bei 3,0. Der Zustand des Netzes wird jedes Jahr mit Schulnoten bewertet. Alle Anlagen mit einer Note von 4 oder schlechter gelten in dem Bericht, den die Bahn selbst erstellt, als erneuerungsbedürftig.
© dpa | Abb.: Deutsche Bahn AG / Michael Neuhaus | 15.07.2026 05:58

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