Seit Anfang Februar ist die wichtige Strecke in Nordrhein-Westfalen aufwendig modernisiert worden. Dadurch sollte der Zugverkehr "verlässlicher und leistungsfähiger" werden. Störungen und Verspätungen sollten sich "deutlich reduzieren", hatte die Bahn versprochen.
Marode Brücke sorgt für massive Einschränkungen
Doch ausgerechnet am letzten Tag der Generalsanierung fiel auf, dass eine Brücke marode ist. Deshalb konnte die Strecke nur eingleisig freigegeben werden. Außerdem müssen die Züge auf dem gesamten 65 Kilometer langen Abschnitt von Köln bis Hagen nach der Sanierung noch deutlich langsamer fahren.
Im Fernverkehr hat das laut Bahn Auswirkungen etwa auf die ICE-Verbindung von Köln nach Hannover und Berlin. Einige Züge beginnen und enden in Hamm - dadurch entfallen Halte in Köln, Solingen, Wuppertal und Hagen. Züge, die nicht ausfallen, sind deutlich verspätet unterwegs.
Strecke wurde fünf Monate lang aufwendig saniert
Die Strecke von Köln über Wuppertal nach Hagen war seit Anfang Februar gut fünf Monate lang aufwendig saniert worden. Pendler im Regionalverkehr mussten in dieser Zeit auf Ersatzbusse umsteigen, die deutlich länger unterwegs waren als sonst die Züge. Fernzüge wurden weiträumig umgeleitet. Knapp 800 Millionen Euro hat die Bahn in die Generalsanierung investiert.
Seit Freitagabend sollte eigentlich alles wieder nach Plan laufen. Dann allerdings fand ein Sachverständiger bei einer routinemäßigen Prüfung einen Schaden an einem tragenden Bauteil einer Brücke bei Opladen. Aus Sicherheitsgründen sei deshalb eines der beiden Gleise gesperrt worden, teilte die Bahn mit. Die betroffene Brücke wurde nach Angaben der Bahn bei der abgeschlossenen Korridorsanierung nicht erneuert, weil die bisherigen Inspektionen - zuletzt Ende 2025 - keine Schäden gezeigt hätten.
© dpa | Abb.: Deutsche Bahn AG / Axel Hartmann | 13.07.2026 08:46






