Der nordrhein-westfälische Verkehrsminister, Oliver Krischer (Grüne), sprach sich ebenfalls gegen eine Preiserhöhung aus. "Ein stabiler Preis für das Deutschlandticket wäre das richtige Signal in dieser Zeit", sagte er der Zeitung. Krischer ergänzte, der öffentliche Nahverkehr dürfe nicht auf der Strecke bleiben, wenn für Tankrabatte und die Senkung der Luftverkehrsteuer Milliarden mobilisiert würden. Auch eine kostenfreie Mitnahme von Kindern und Jugendlichen würde viele Familien spürbar entlasten, erklärte der Grünen-Politiker.
Die saarländische Verkehrsministerin Petra Berg (SPD) warnte vor den steigenden Kosten im ÖPNV. Man solle nicht eine Situation riskieren, in der der Staat Benzin subventioniere, man aber Bus und Bahn zusammenstreichen müsse, sagte die Landesministerin.
Union lehnt Preisstopp ab
Die Union lehnt Forderungen der Länderverkehrsminister ab, wegen der Energiekrise den Preis des Deutschlandtickets vorerst bei 63 Euro einzufrieren.
Fraktionsvize Stephan Stracke (CSU) sagte der "Rheinischen Post" für deren Freitagausgabe: "Im Gegensatz zum Deutschlandticket gibt es bei Benzin und Diesel keinen ganzjährigen Festpreis." Abgesehen davon seien viele Menschen auf das Auto angewiesen, vor allem im ländlichen Raum. Sie könnten nicht mal eben wie die Menschen in der Stadt auf den ÖPNV umsteigen, um zur Arbeit zu kommen oder die Kinder in Kita und Schule zu bringen. Autofahrer kurzfristig von den hohen Spritpreisen zu entlasten, sei daher richtig. Auch sei es verfrüht, bereits jetzt über eine Festschreibung des Preises für das Deutschlandticket über 2026 hinaus zu entscheiden. Erst müsse die weitere Entwicklung im Nahen Osten abgewartet werden, sagte der Verkehrsexperte.
Unter anderem NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer (Grüne) hatte sich dafür ausgesprochen, den Preis für den Fahrschein im kommenden Jahr nicht zu erhöhen. Krischer sagte derselben Zeitung: "Der öffentliche Nahverkehr darf nicht auf der Strecke bleiben, wenn für Tankrabatte und die Senkung der Luftverkehrsteuer Milliarden mobilisiert werden."
Absender: dts Nachrichtenagentur | Abb.: via dts Nachrichtenagentur (Archiv) | 30.04.2026 05:42







