Zustimmung vor Gericht
Über den Plan wurde am Amtsgericht Leipzig am Mittwoch abgestimmt. Er sieht eine umfassende Restrukturierung der finanziellen und betrieblichen Strukturen vor. Ziel ist es, die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens zu sichern und die rund 250 Arbeitsplätze zu erhalten.
Das Eigenverwaltungsverfahren könnte nach Unternehmensangaben in den kommenden Wochen beendet werden. Der Abschluss der bereits im Dezember vereinbarten Übernahme durch Pesa ist daran gekoppelt.
Neustart und Ausbau geplant
Mit der Integration in den polnischen Konzern soll ein gemeinsamer Anbieter für den deutschen und westeuropäischen Markt entstehen, der von Leipzig aus gesteuert wird. Die Produktion bei Heiterblick war zuletzt wieder hochgefahren worden, um bestehende Aufträge abzuarbeiten und neue zu gewinnen.
Heiterblick war im Frühjahr 2025 in die Krise geraten und hatte ein Sanierungsverfahren in Eigenverwaltung durchlaufen. Hintergrund waren unter anderem gestiegene Kosten und Probleme in den Lieferketten. Mit dem Einstieg von Pesa soll der Standort Leipzig gestärkt und die Produktion perspektivisch ausgebaut werden.
Görlitz und Zwickau vergeben Aufträge nach Insolvenz neu
Unterdessen hat der Zughersteller Stadler den Zuschlag für neue Straßenbahnen in Görlitz und Zwickau erhalten. Die beiden Verkehrsbetriebe hatten ihre Aufträge zuvor infolge der Heiterblick-Insolvenz storniert und europaweit neu ausgeschrieben. Nun sollen ab 2028 insgesamt 14 Fahrzeuge geliefert werden.
© dpa | Abb.: HeiterBlick | 15.04.2026 18:58








