Polen und Tschechien
19:09 Uhr

Merz: Strategisches Interesse an Bahnen nach Osteuropa

Der Bundeskanzler berät mit den ostdeutschen Ministerpräsidenten über die wirtschaftliche Entwicklung der Region. Ein Thema ist ihm dabei wichtig.
Einfahrt EC Berlin Südkreuz
Einfahrt eines in Kooperation DB Fernverkehr und České dráhy betriebener EC in den Bahnhof Berlin Südkreuz mit einer Lok vom Typ "Vectron" (Baureihe 193), © Deutsche Bahn AG / Volker Emersleben
Bundeskanzler Friedrich Merz will bessere Bahnlinien nach Osteuropa. "Wir müssen die Verkehrsverbindungen sehr viel stärker nach Osteuropa ausbauen", sagte der CDU-Politiker nach Beratungen mit den ostdeutschen Ministerpräsidenten in Berlin. 

Er habe "ein hohes strategisches Interesse" an besseren Bahnverbindungen nach Tschechien, aber auch Polen. Darüber werde man im Kabinett noch einmal sprechen. Das Anliegen werde auch von der polnischen und der tschechischen Regierung an ihn herangetragen, sagte Merz.

"Gemeinsam mehr tun"

Merz unterstrich, in Ostdeutschland gebe es auch mehr als 35 Jahre nach der Deutschen Einheit wirtschaftlich strukturelle Schwächen, aber auch viele Lichtblicke, so etwa Infrastruktur, Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen sowie Unternehmensgründungen. "Aber es reicht noch nicht aus, und wir müssen gemeinsam mehr tun", sagte der Kanzler.

So werde man aus einer Liste von mehr als 100 Vorschlägen bis zu den Sommerferien sogenannte Leuchtturmprojekte auswählen und entscheiden, wie man sie auf den Weg bringen könne. Denkbar seien etwa Projekte der Energieerzeugung, der Infrastruktur oder auch von Bildungseinrichtungen. "Mir geht es vor allem darum zu zeigen, dass sich auch der Bund unverändert in Ostdeutschland engagiert", sagte Merz.
© dpa | Abb.: Deutsche Bahn AG / Volker Emersleben (Symbolbild) | 26.03.2026 19:09

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