Gegliedert nach Verkehrsmitteln, sind Fußgänger und ÖPNV-Fahrgäste mit einem Indexwert von plus 28 am zufriedensten, gefolgt von Radfahrern mit plus 20. Anders sieht es bei der autofahrenden Bevölkerung aus: Mit einem Wert von minus 9 überwiegt die Unzufriedenheit. Wer hinter dem Steuer sitzt, ärgert sich demnach häufig über Baustellen, Staus, Straßenzustand, E-Scooter- und Fahrradfahrer sowie teure Parkgebühren. E-Scooter-Fahrer sind laut Umfrage auch bei Radfahrern und Fußgängern unbeliebt.
Nahverkehr unverändert beliebt
Der ÖPNV kann im ADAC Monitor seinen Indexwert im Vergleich zu 2021 auf gleichem Niveau halten. Besonders positiv bewerten Fahrgäste den Nahverkehr in Erfurt, damit rückt die Stadt beim ÖPNV vom zweiten auf den ersten Platz, gefolgt von Rostock. Die letzten Plätze belegen Oberhausen und Saarbrücken, wobei auch dort die Zufriedenheit noch überwiegt.
Positiv bewertet werden die Dichte von Haltestellen und kurze Wege beim Umsteigen. Am wenigsten zufrieden sind Nutzer mit dem Preis-Leistungs-Verhältnis und dem Parkraumangebot an Bahnhöfen.
Münsteraner an der Spitze
Der Autoclub befragte 11.600 Menschen in 29 Großstädten - Einwohner, Pendler und Besucher - mit weniger als 500.000 Einwohnern nach ihrer Einschätzung, wie gut oder schlecht sie vorankommen - ob mit Auto, öffentlichen Verkehrsmitteln, Fahrrad oder zu Fuß.
Am zufriedensten sind die Einwohner Münsters mit einem Indexwert von 32 Punkten. Die Bewohner der früheren Hauptstadt Westfalens erteilten wie 2021 im Schnitt die besten Noten. Allerdings landete auch eine Stadt in NRW am anderen Ende der Tabelle auf dem letzten Platz: Oberhausen. In vier Städten - Mönchengladbach, Kiel, Potsdam und Karlsruhe - ist die Zufriedenheit gewachsen, in drei weiteren - Erfurt, Augsburg und Bielefeld - unverändert, und in den restlichen neunzehn gesunken.
© dpa, ADAC, schiene.de | Abb.: Pixabay (Symbolbild) | 04.11.2026 07:22








