
Korridor Hannover-Hamburg - ein Kapazitätsengpass im Schienennetz in Deutschland, © Deutsche Bahn AG / Volker Emersleben
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Das Plenum folgte mit großer Mehrheit einer Beschlussempfehlung des Verkehrsausschusses, in dem die Lösung erreicht worden war. Die Strecke Hannover-Hamburg ist eine der wichtigsten Schienenachsen in Deutschland und stark belastet. In Niedersachsen gibt es Proteste gegen einen Neubau.
Auch Investitionen in bestehende Strecke
Der CDU-Verkehrspolitiker Michael Donth sagte, ein reiner Bestandsausbau reiche nicht. Nur die Neubaustrecke erfülle die Anforderungen an Kapazität, Fahrzeit und geringere Auswirkungen für Menschen und Umwelt. Anja Troff-Schaffarzyk (SPD) sagte, Neubau und Bestand würden verbunden. So sollten auf der bestehenden Strecke Maßnahmen für 250 Millionen Euro umgesetzt werden. Auch Grünen-Fraktionsvize Julia Verlinden begrüßte die Lösung.
Auf der neuen Trasse entlang der Autobahn 7 und der Bundesstraße 3 sollen Fernzüge zwischen Hamburg und Hannover 18 Minuten kürzer unterwegs sein. Im Blick stehen auch Kapazitätserweiterungen für Güterzüge auf der Achse, die den Hamburger Hafen mit Süddeutschland und dem Ausland verbindet. Bis erste Züge über eine neue Strecke fahren, kann es aber Jahrzehnte dauern.
Mehrere Maßgaben des Parlaments
Der Bundestag pocht in dem angenommenen Antrag auf mehrere Maßgaben bei der Umsetzung. Unter anderem sollen Bundesmittel von bis zu 100 Millionen Euro für zusätzliche Lärmschutzmaßnahmen bereitgestellt werden. In der Nähe der KZ-Gedenkstätte Bergen-Belsen soll die Trasse zum Schutz des historischen Ortes in einem größeren Abstand entlanggeführt werden.
© dpa | Abb.: Deutsche Bahn AG / Volker Emersleben | 09.10.2026 05:32







