Kostenaufteilung 58,5 Prozent zu 40,5 Prozent
Die Kosten würden nach Streckenanteilen aufgeteilt: Schleswig-Holstein trage 59,5 Prozent, Hamburg 40,5 Prozent. Nach Abschluss der Vorplanung werde dann entschieden, ob die Planungen zum Bau fortgesetzt werden können. "Wir haben den gemeinsamen Willen, dass wir diese Verbindung auch schaffen", sagte Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU). Auch in dem im Juli vorgelegten landesweiten Nahverkehrsplan für die Jahre 2027 bis 2031 ist die Reaktivierung der Strecke bereits vorgesehen. Wann die Strecke fertig sein könnte, sagte Günther jedoch nicht.
Schleswig-Holsteins SPD-Chef Ulf Kämpfer begrüßte die Einigung bei der Strecke Geesthacht-Bergedorf. Gleichzeitig beklagte er, dass beim Ausbau der Strecke Pinneberg-Elmshorn offenbar kein Fortschritt gelungen sei. "Dieser Engpass betrifft den Bahnverkehr von der Westküste ebenso wie die Verbindungen aus Richtung Kiel und Flensburg." Für den Norden sei ein Ausbau von entscheidender Bedeutung.
FDP spricht von vertaner Chance
Der FDP-Verkehrsexperte im Kieler Landtag, Bernd Buchholz, warf Hamburg und Schleswig-Holstein vor, eine Chance vertan zu haben. "Statt die völlig unwirtschaftliche Reaktivierung der Strecke Bergedorf-Geesthacht voranzutreiben, hätten sich die Kabinette sinnvollerweise auf eine Variante des Ausbaus der Bahnstrecke zwischen Pinneberg und Elmshorn verständigen sollen." Nach fünf Jahren des Stillstands hätte man hier endlich eine Lösung finden müssen. "Es ist bitter für die Region, dass die Zukunft dieser wichtigen Verkehrsverbindung weiter hinausgezögert wird", sagte Buchholz.
© dpa | Abb.: AKN Eisenbahn GmbH (Symbolbild) | 29.09.2026 19:31








