Unter anderem sollen in der Zentrale in Berlin künftig offenbar wieder drei Tage Anwesenheitspflicht gelten - eine Vorgabe, die die Regionaltochter DB Regio bereits eingeführt hat. Derzeit ist konzernweit nur ein Tag pro Woche vorgegeben, an dem sich Teams persönlich treffen sollen.
Für den Gesamtkonzern habe der Vorstand noch keine Entscheidung getroffen, so der Sprecher. "Zunächst vertieft er den Austausch mit den Konzerngesellschaften, um das weitere Vorgehen festzulegen." Er sagte zugleich, die Regelungen beträfen eine Minderheit der Belegschaft. "Für zwei von drei DB-Mitarbeitenden stellen sich diese Fragen nicht, denn sie halten seit jeher täglich vor Ort das Eisenbahngeschäft für unsere Kundinnen und Kunden am Laufen."
Unter potenziell Betroffenen sorgen die Ankündigungen indes für erheblichen Unmut. Sie seien bislang davon ausgegangen, dass die in der Coronakrise stark ausgeweiteten Möglichkeiten für Arbeit aus dem Homeoffice fortbestehen, sagte ein Arbeitnehmervertreter. "Man hat nach Corona verpasst zu sagen: Die Übung ist beendet." Zudem bestehe der Verdacht, dass die Bahn im Zuge ihres Sanierungskurses bestimmte Jobs absichtlich unattraktiver mache. "Wenn man ohnehin Stellen abbauen will, ist das natürlich ein probates Mittel."
Absender: dts Nachrichtenagentur | Abb.: via dts Nachrichtenagentur (Archiv) | 14.09.2026 19:52









