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Am Mittwoch war der Fahrer eines Betonmischers auf einen unbeschrankten Bahnübergang eingefahren und in den ersten Waggon eines Intercitys gekracht. Die Lokomotive und alle sechs Waggons entgleisten. Bei dem Unglück rund 125 Kilometer südwestlich von Warschau kam eine 39 Jahre alte Frau aus Lublin ums Leben, wie eine Polizeisprecherin am Donnerstag der Nachrichtenagentur PAP sagte. Zehn Personen kamen demnach mit Verletzungen ins Krankenhaus, darunter auch der Lokführer und der Lkw-Fahrer.
Debatte über Sicherheit des Bahnverkehrs in Polen
Das Unglück hat in Polen eine Debatte über die Sicherheit des Bahnverkehrs ausgelöst. In dem EU-Land gibt es auch auf Hauptstrecken noch Bahnübergänge, die nur mit einem Andreaskreuz und Signalen gesichert sind. "Für uns war der Unfall gestern keine Überraschung, wenn man bedenkt, dass wir statistisch gesehen jeden zweiten Tag einen Unfall an einem Bahnübergang haben", sagte Gewerkschaftsführer Mietek. Während es 2024 rund 140 Unfälle an Bahnübergängen gegeben habe, seien es im vergangenen Jahr etwa 180 gewesen.
Infrastrukturminister Dariusz Klimczak kündigte höhere Strafen für Verkehrsvergehen an Bahnübergängen an. Autofahrer, die dabei erwischt werden, wie sie trotz rotem Blinklicht auf einen Bahnübergang fahren, sollen künftig für drei Monate ihren Führerschein abgeben müssen. Wer durch solches Verhalten einen Unfall verursacht, dem soll nach den Plänen der Regierung neben drei Jahren Führerscheinentzug auch noch eine Gefängnisstrafe drohen.
© dpa | Abb.: Policja Mazowsze | 10.09.2026 13:16







