Konkret geht es nach Ministeriumsangaben um Korrekturen bei der Ausschreibung des "Thüringer Elektro-Netzes" und Verkehrsleistungen auf der Mitte-Deutschland-Verbindung. Eigentlich sei der Verkehr auf der Strecke mit elektrischen und batterieelektrischen Fahrzeugen für Dezember 2030 vorgesehen gewesen. Das gelte nach derzeitigem Stand als unrealistisch, so das Ministerium.
Voigt rechnet mit Umsetzung des Großprojekts
Der zweigleisige Ausbau und die Elektrifizierung der Mitte-Deutschland-Verbindung zwischen Weimar und Gößnitz sei auf Drängen der Landesregierung im Regierungsentwurf des Bundeshaushalts 2027 enthalten, aber noch nicht vom Bundestag beschlossen. "Daher ist ein Baubeginn aktuell nicht klar absehbar und die eigentlich geplante bauliche Realisierung des Projekts bis 2030 inzwischen nicht mehr realistisch", erklärte das Thüringer Verkehrsministerium.
Ministerpräsident Mario Voigt (CDU) bezeichnete die Aufnahme des Großprojekts in den Entwurf des Bundeshaushalts als Thüringer Erfolg. Schließlich gehe es um Investitionen in einer Größenordnung von 700 Millionen Euro, sagte Voigt im Landtag in Erfurt. Es gehe auch darum, eine Fernverkehrslücke zwischen Chemnitz in Sachsen und Weimar in Thüringen zu schließen. Er sei optimistisch, dass das Projekt, über das seit vielen Jahren diskutiert werde, nun umgesetzt wird. Laut Ministerium handelt es sich dabei um das größte Infrastrukturprojekt im Freistaat.
© dpa | Abb.: DB Netz AG | 09.09.2026 18:38







