
Neue Sternbrücke wird eingehoben: Transport des Bauwerks zum Zielort ist gestartet. Nach 14 Monaten Bauzeit auf der Brammerfläche legt der Eisenbahnbrückenneubau die rund 500 Meter lange Strecke über die Max-Brauer-Allee dank spezieller Schwerlastfahrzeuge zurück. Die 1088 Räder der Transportkonstruktion verteilen optimal das Gewicht der 3.700 Tonnen schweren Brücke. Das Bauwerk wird sich dabei mit einer Geschwindigkeit von maximal einem Kilometer pro Stunde bewegen. Bereits beim Spezialtransport befindet sich die Brücke sechs Meter über dem Boden, so dass sie vor Ort höhengleich auf die Widerlager, die Bauwerke, auf denen die Brücke aufliegt, abgesetzt werden kann., © Deutsche Bahn AG / Jonas Wresch
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Hamburgs Verkehrssenator Anjes Tjarks (Grüne) bezeichnete die neue Bahnüberführung im Bezirk Altona als "einen zentralen Punkt im europäischen Bahnnetz und auch in unserer Stadt". Er nannte die Projektarbeit eine "Koordinierungsleistung der Extraklasse".
Nach der für Ende August vorgesehenen Wiedereröffnung werden pro Tag etwa 1.000 Züge auf der sogenannten Verbindungsbahn fahren. Laut Tjarks sind täglich etwa 90.000 Menschen in den Zügen unterwegs. Dazu kämen etwa 23.000 Pkw und gut 5.000 Radfahrer, die die Brücke unterqueren.

Neue Sternbrücke wird eingehoben: Transport des Bauwerks zum Zielort ist gestartet, © Deutsche Bahn AG / Jonas Wresch
Gerd-Dietrich Bolte, Vorstand der Bahn-Tochter InfraGo, sagte: "Die Sternbrücke ist mehr als ein Bauwerk." Sie stehe für eine "bessere Infrastruktur" mitten im Leben der Hamburgerinnen und Hamburger. Sie leiste einen Beitrag dafür, dass mehr Menschen zuverlässig auf der Schiene unterwegs sein könnten.
Stahlkoloss wird auf 1.088 Rädern bewegt
Bewegt wird der Stahlkoloss auf 48 sogenannten SPMT - die Abkürzung steht für Self-Propelled Modular Transporter (selbstfahrender Modultransporter). Auf insgesamt 1.088 Rädern, die um 360 Grad drehbar sind, erfolgt der Vorschub auf der Max-Brauer-Allee.
Die Straße wurde dafür durchschnittlich um etwa 60 Zentimeter aufgeschüttet und mit Stahlplatten verstärkt. Entlang des Weges wurden Laternen abgesägt, das Vordach einer Tankstelle gekappt und 86 Bäume gefällt. Die maximale Geschwindigkeit des Transports beträgt einen Kilometer pro Stunde.
Schon am Mittwoch war die Brücke etwa 50 Meter seitwärts versetzt und auf die Einbauhöhe von sechs Metern über dem Straßenniveau angehoben worden.

Neue Sternbrücke wird eingehoben: Transport des Bauwerks zum Zielort ist gestartet, © Deutsche Bahn AG / Jonas Wresch
Neues Wahrzeichen für die Hansestadt?
Das etwa 100 Jahre alte Vorgänger-Modell nannte Anjes Tjarks "eine tolle Brücke, die aber nicht mehr reparabel war". Die neue Sternbrücke sei eine "Landmark für das Schanzenviertel für die nächsten 100 Jahre". Das Bauwerk habe die Chance, ein Wahrzeichen für die Hansestadt zu werden, so der Verkehrssenator weiter.
An dem Neubau hatte es in den vergangenen Jahren immer wieder Kritik gegeben. So verloren unter anderem Musikclubs, die unter dem alten Bauwerk untergebracht waren, ihre Heimat. Laut Tjarks könne die Brücke nach der Wiederherstellung der Max-Brauer-Allee wieder zu einem Kulturraum werden. Dafür solle auch eine besondere Beleuchtung sorgen. Tjarks: "Bis dahin ist es noch ein Weg, aber wir sind dabei."
© dpa | Abb.: Deutsche Bahn AG / Jonas Wresch | 30.07.2026 21:34






