Der Plan sehe vor, dass Busse ab einer Temperatur von 33 Grad vorsorglich nicht mehr über Schienen fahren dürfen. Das ist in Leipzig regulär an vielen Stellen der Fall. Die Busse mussten entweder an den Fahrbahnrand ausweichen oder eine Umleitung fahren. Über die Änderungen informierten die LVB im Internet. Zudem wurden drei Straßenbahnlinien im Leipziger Osten umgeleitet.
Fugenmassen an den Schienen weicht auf
Am 27. Juni war der Straßenbahnbetrieb in Sachsens größter Stadt vollständig eingestellt worden. Extreme Hitze mit Temperaturen um 40 Grad hatte an den Schienen die Fugenmasse aufgeweicht. Sie verklebte die Gleise. "Wir wollen das nicht wieder haben. Deswegen müssen wir aufpassen, überwachen und vorsorglich sperren", sagte Backhaus.
Zur genauen Ursache der gravierenden Hitzeschäden läuft noch die Untersuchung eines Gutachters. Eine Vermutung ist jedoch, dass Busse und andere Fahrzeuge mit Gummireifen die aufgeweichte Fugenmasse herausgezogen haben. Die Straßenbahnen könnten die schwarze klebrige Masse dann weiter verteilt haben - bis schließlich aus Sicherheitsgründen der komplette Verkehr eingestellt werden musste.
Kühlere Nachttemperatur hilft
Anders als Ende Juni seien jetzt die Nächte kühler, sagte LVB-Sprecher Backhaus. Das bedeute, dass sich die erhitzte Fugenmasse besser abkühlen könne. Die Verkehrsbetriebe wollten in der Nacht entscheiden, wie der Bus- und Bahnverkehr am Freitag rollen kann.
© dpa | 30.07.2026 21:21







