Die Kameras erkennen automatisch, ob sich Unbefugte in nicht öffentlichen Bereichen von Bahnhöfen aufhalten und senden einen Alarm an die Sicherheits-Leitstelle. Vor allem geht es um Tunnel- und Gleisbereiche, die auf diese Weise besser gegen Vandalismus geschützt werden können. Eingesetzt wird die Technik unter anderem an den U-Bahnhöfen Schloßstraße, Zoologischer Garten und Kottbusser Tor. Die gesamte Liste der Einsatzorte hält die BVG geheim.
Schwerpunkt U-Bahnhof Schloßstraße
Allein in der Schloßstraße sind dem Unternehmen zufolge 24 der rund 80 Kameras verbaut worden. Der Bahnhof hatte aus Sicht der BVG Priorität, nachdem es dort im November in einem Tunnel zu einer fahrlässigen Brandstiftung kam.
Wenn die Kameras Unbefugte in den überwachten Bereichen entdecken, wird ein Alarm an die Sicherheitsleitstelle der BVG gesendet. Dort können die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen dann per Mausklick die Kamera auswählen und sich live anschauen, was etwa im Tunnel vor sich geht. Die Personen im Kamerabereich werden dabei deutlich sichtbar mit einem roten Rahmen hervorgehoben.
Kameras sendeten in etwas mehr als zwei Monaten 44 Alarme
Die Beschäftigten in der Sicherheitsleitstelle haben dann die Möglichkeit, zum Beispiel die Polizei zu alarmieren. Droht Gefahr durch den laufenden Bahnbetrieb, können die Mitarbeiter auch von der Leitstelle aus die Fahrsignale auf Rot stellen oder die U-Bahnfahrer zum Langsamfahren auffordern.
Zwischen Mitte April und Ende Juni alarmierten die Detektionskameras 44 Mal wegen Personen im Gleisbereich und 6 Mal, weil Unbefugte auf Betriebsanlagen erwischt wurden. Wenn Fahrzeuge durch den Kamerabereich fahren, wird kein Alarm gesendet - die Geräte erkennen, dass es sich dabei um normale Bewegungen handelt. Wenn die Kameras auch Bereiche des Bahnsteigs erfassen, können sie zwischen Fahrgästen und Menschen in nicht öffentlichen Bereichen unterscheiden.
© dpa | 18.07.2026 05:55









