Und neue Läden
Gestern, 14:03 Uhr

Neuer Look für B-Ebene im Frankfurter Hauptbahnhof

Er gibt die erste Visitenkarte Frankfurts ab - aber vor allem im Untergrund war der Frankfurter Hauptbahnhof bislang wenig attraktiv. Das soll eine umfassende Sanierung mit neuer Ladenpassage ändern.
Frankfurt (Main) Hbf in der Abenddämmerung
Frankfurt (Main) Hbf in der Abenddämmerung, © Deutsche Bahn AG / Volker Emersleben (Symbolbild)
Mehr Licht, freundlicher und sauberer: So soll sich das Untergeschoss des Frankfurter Hauptbahnhofs den Reisenden und Pendlern ab sofort präsentieren. Seit Jahren wird die sogenannte B-Ebene saniert und umgebaut. Nun haben dort in der neu gestalteten Ladenzeile die ersten Geschäfte und ein WC-Center wieder geöffnet, wie die Deutsche Bahn mitteilte. Bis Ende 2027 sollen es 30 Geschäftsflächen für Einkaufs-, Service- oder Gastronomiebetriebe sein.

Mit rund einer halben Million Fahrgästen, Besuchern und Beschäftigten gehört der Frankfurter Hauptbahnhof zu den größten bundesweit. Das Tiefgeschoss verbindet den oberirdischen Regional- und Fernbahnhof mit den unterirdischen Stationen für S- und U-Bahnen.

Außerdem ermöglicht er per Fußweg einen Zugang zum Frankfurter Bahnhofsviertel und der Innenstadt. Die Modernisierungsarbeiten hatten im Oktober 2020 begonnen, sie sind Teil einer großangelegten Sanierung des 1888 eröffneten Hauptbahnhofs, die insgesamt Hunderte Millionen Euro kostet.

B-Ebene sollte "Schrecken verlieren"

Die B-Ebene war in den 1970er-Jahren beim Bau der S-Bahn entstanden. Über die Jahrzehnte war sie an vielen Stellen schmuddelig, übelriechend und insgesamt wenig einladend geworden. "Wir wollen, dass dieser Ort wieder seinen Schrecken verliert", hatte der damalige hessische Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) bei Baubeginn gesagt. 

Dem Ziel eines modernen, leistungsfähigen und attraktiven Metropolbahnhofs in Frankfurt sei man mit der Eröffnung des neuen Bereichs in der B-Ebene ein Stück nähergekommen, sagte der Leiter Regionalbereich Mitte der DB InfraGO AG, Geschäftsbereich Personenbahnhöfe, Stefan Schwinn. "Was jahrzehntelang als unübersichtlich galt, wird nun zu einer lichtdurchfluteten, attraktiven Visitenkarte für die gesamte Mainmetropole."

Nach Fertigstellung der B-Ebene soll 2027 nach den derzeitigen Plänen der Umbau der großen Empfangshalle beginnen. Auch der Bahnhofsvorplatz wird umfassend umgestaltet.
© dpa | Abb.: Deutsche Bahn AG / Volker Emersleben (Symbolbild) | 25.06.2026 05:45

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