NRW-Verkehrsminister
08:21 Uhr

Krischer kritisiert Notfallmanagement der Bahn

Eine technische Störung hat die Bahn bundesweit lahmgelegt. Der NRW-Verkehrsminister zeigt sich fassungslos - und fordert Konsequenzen.
Oliver Krischer
Oliver Krischer - Minister für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen, © Land NRW / Ralph Sondermann
Nordrhein-Westfalens Verkehrsminister Oliver Krischer (Grüne) hat die Bahn nach der bundesweiten Störung scharf kritisiert. "Das macht mich fassungslos. Dass durch einen technischen Defekt der komplette Bahnverkehr in Deutschland zum Erliegen kommt, ist ein neuer Tiefpunkt bei einer ohnehin schwachen Betriebsqualität", sagte Krischer der Deutschen Presse-Agentur.

"Ich erwarte, dass die Bahn diesen Vorfall transparent und lückenlos aufklärt. Es kann nicht sein, dass wegen des Ausfalls eines Systems Zehntausende Menschen die Nacht in Zügen und Bahnhöfen verbringen müssen", sagte er.

Der NRW-Minister äußerte auch Kritik am Notfallmanagement der Bahn. "Hier braucht es Notfallmechanismen, die ein solches Desaster in Zukunft vermeiden. Menschen verlassen sich darauf, mit der Bahn wenigstens einigermaßen pünktlich ans Ziel zu kommen", forderte Krischer.
Bahnverkehr stand bundesweit still

Eine deutschlandweite Störung hatte bei der Bahn am späten Dienstagabend für rund zwei Stunden Stillstand gesorgt. Es waren etliche Reisende betroffen. Gegen 0.30 Uhr fuhren die ersten Züge wieder.

Im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen lief der Verkehr am Mittwochmorgen wieder weitgehend normal. Es waren nur noch wenige Züge aus der Nacht mit massiver Verspätung unterwegs.
© dpa | 24.06.2026 08:21

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