Niedersachsen
10:44 Uhr

14-Jähriger schwebt nach Stromschlag in Lebensgefahr

Der Ausflug zweier Teenager zu einer Bahnstrecke in Niedersachsen endet furchtbar. Einer von ihnen klettert auf einen Oberleitungsmast und wird lebensbedrohlich verletzt. Was ist bislang bekannt?
Gefahr durch Bahnstrom
Gefahr durch Bahnstrom, © Bundespolizei (Symbolbild)
Ein 14 Jahre alter Junge schwebt nach einem Stromschlag von einer Bahnoberleitung in Niedersachsen in Lebensgefahr. Nach ersten Erkenntnissen der Bundespolizei kletterte der Jugendliche auf einen Oberleitungsmast an der Güterzugstrecke zwischen Buchholz in der Nordheide und dem Rangierbahnhof Maschen. Es kam zu einem Lichtbogen von der mit 15.000 Volt führenden Oberleitung, der 14-Jährige stürzte ins Gleis.

Wahrscheinlich sei der Teenager mehrere Meter tief gefallen, sagte ein Sprecher der Bundespolizei. Demnach wurde er durch den Stromschlag und den Sturz lebensbedrohlich verletzt. "Es war feuchte Witterung", sagte ein Sprecher der Bundespolizei. Da könne Strom an einer solchen Leitung bis zu zwei Meter weit springen. 

Begleiter des 14-Jährigen erleidet Schock

Ein Rettungshubschrauber brachte den Jugendlichen am Mittwochabend ins Krankenhaus, sein Gesundheitszustand war heute zunächst unklar. Ein zweiter Jugendlicher im Alter von 15 Jahren, der mit dem 14-Jährigen unterwegs war, erlitt bei dem Unfall einen Schock. Erwachsene holten ihn ab. Warum die beiden an der Bahnstrecke waren und einer von ihnen hochkletterte, war unklar.

Ein Güterzug kam an der Unfallstelle zum Stehen. Feuerwehrleute und Sanitäter waren im Einsatz und kümmerten sich um den Verletzten und den anderen Teenager. Die Bahnstrecke wurde vorübergehend gesperrt. Die Polizei fand am Unfallort zwei E-Scooter. Wahrscheinlich waren die Jugendlichen damit unterwegs. 

Die Bundespolizei wird nach bisherigem Stand nicht strafrechtlich gegen die Teenager ermitteln. Derzeit gebe es nur Ermittlungen dazu, wie es zu dem Vorfall gekommen sei. "Wir gehen im Moment von einem Unfall aus", sagte der Sprecher. Es sei anzunehmen, dass dem Jugendlichen das Bewusstsein für die Gefahr gefehlt habe. 

Starkstrom solcher Leitungen ist enorm gefährlich 

Die Bundespolizei warnt immer wieder vor den Gefahren solcher Bahnanlagen, weil der Strom der 15.000 Volt führenden Oberleitung auch ohne Berührung in den Körper eindringen kann. Nähert sich ein Mensch der Bahnoberleitung, kann es zu einem Stromüberschlag kommen - mit lebensgefährlichen Folgen.
© dpa | 07.05.2026 10:44

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