Auch den Steuerbonus für Handwerkerleistungen stellte Schwab infrage. Er glaube nicht, dass ohne den Steuerabzug weniger Handwerker beauftragt würden. Viele Regelungen führten vor allem zu Mitnahmeeffekten, die am Ende von der Allgemeinheit bezahlt werden müssten.
Skeptisch äußerte sich Schwab zum Erfolg des sogenannten Investitionsboosters, der von der Bundesregierung vergangenen Sommer zur Belebung der Wirtschaft eingeführt wurde. Er sehe nicht, dass Mandanten wegen der degressiven Abschreibung extra investieren, sagte er. Schnellere Abschreibungen würden vor allem dann genutzt, wenn ohnehin investiert werde. Der Wachstumseffekt dürfte daher gering sein. Ähnlich sei es bei der steuerlichen Förderung betrieblicher Elektroautos. Am Ende hätten viele Mandanten doch geleast oder gar nicht gekauft, sagte Schwab.
Eine große Steuerreform traut er der schwarz-roten Koalition trotz des Reformbedarfs nicht zu. Er wünsche es sich, aber angesichts der politischen Konstellation halte er eine wirkliche Steuerreform für unwahrscheinlich, sagte er. Es sei denn, die Regierungsparteien stellten ihre Grundprinzipien zurück und schauten auf das große Ganze.
Absender: dts Nachrichtenagentur | 07.05.2026 09:18







