Mehr Zugausfälle
Auch Zugausfälle haben zugenommen, wie es weiter heißt. Demnach fielen im Jahr 2024 8 Prozent der vom Land bei den Verkehrsunternehmen bestellten Zugkilometer aus. Im Vorjahr waren es noch 6,9 Prozent gewesen. Der Großteil der Ausfälle war vorab eingeplant, etwa wegen Baustellen - oft gab es Ersatzverkehr.
Deutlich weniger konnten sich Fahrgäste hingegen auf die kurzfristigen Ausfälle einstellen. Und deren Zahl hat sich binnen Jahresfrist um etwa 25 Prozent deutlich erhöht. Der Großteil der Ausfälle hing mit fehlendem Personal zusammen, wobei auch Streiks eine Rolle gespielt haben.
Personalsituation hat sich stabilisiert
Die Personalsituation im Schienenpersonennahverkehr (SPNV) habe sich inzwischen stabilisiert, hieß es vom Infrastrukturministerium. Das betreffe vor allem die Lokführer. "Einzelne personalbedingte Zugausfälle werden auch künftig nicht immer vermeidbar sein, zum Beispiel bei größeren Krankheitswellen oder in Folge von ungewöhnlichen vielen Personalabgängen."
Auch die Bauarbeiten an der Bahninfrastruktur gingen in den kommenden Jahren weiter - für das System Bahn sei das gut. "Leider führen Baumaßnahmen regelmäßig dazu, dass Zugleistungen ausfallen." Das Bündeln von Bauarbeiten werde aber immerhin zu geringeren und planbaren Auswirkungen führen.
"Die aktuelle Pünktlichkeit im SPNV ist hingegen nicht zufriedenstellend und hat sich gegenüber früheren Jahren leider verschlechtert", hieß es vom Ministerium weiter. Hier gebe es mehrere Ursachen, etwa Verspätungen durch den Fernverkehr, viele Baustellen und eine anfällige Infrastruktur.
© dpa | Abb.: Deutsche Bahn AG / Jochen Schmidt | 11.04.2026 06:39









