Hafenlogistiker mit weniger Gewinn
10:39 Uhr

HHLA steigert Umsatz – 11 Prozent mehr Bahntransporte

Mehr Container, mehr Umsatz – und dennoch ein Gewinneinbruch: Was hinter dem schwachen Ergebnis der HHLA steckt und wie es mit dem Containerumschlag weitergehen soll.
Burchardkai im Hamburger Hafen
Burchardkai im Hamburger Hafen, © HHLA
Der Hamburger Hafenlogistiker HHLA hat im vergangenen Jahr mehr Umsatz gemacht, aber trotzdem deutlich weniger Gewinn eingefahren. So stieg der Konzern-Umsatz trotz konjunktureller Belastungen, geopolitischer Spannungen und Unsicherheiten in der US-Handelspolitik im Vergleich zu 2024 um knapp zehn Prozent auf rund 1,76 Milliarden Euro, wie die Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) mitteilte. Auch das Betriebsergebnis vor Abzug von Zinsen und Steuern habe sich deutlich um 19,5 Prozent auf 160,5 Millionen Euro erhöht. 

Nur knapp 10 Millionen Euro Gewinn

Trotzdem seien am Ende aber nur rund 9,8 Millionen Euro übriggeblieben. Der Grund: steuerliche Einmaleffekte. Im Jahr zuvor lag der Gewinn noch bei 32,5 Millionen Euro. Wegen des mauen Ergebnisses wollen Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung nun vorschlagen, für das Geschäftsjahr 2025 keine Dividende auszuschütten. Im laufenden Geschäftsjahr rechnet die HHLA nach eigenen Angaben sowohl beim Containerumschlag als auch beim Containertransport mit einem deutlichen Anstieg. Beim Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern geht die HHLA von 175 bis 195 Millionen Euro aus. 

Im vergangenen Jahr sei der konzernweite Containerumschlag bereits um 5,4 Prozent auf rund 6,3 Millionen Standardcontainer (TEU) gestiegen. Davon seien knapp 6,0 Millionen TEU an den Hamburger Containerterminals Burchartkai, Altenwerder und Tollerort umgeschlagen worden - 4,8 Prozent mehr als 2024. Während die Mengen der Überseeverkehre nach Nordamerika stark gesunken seien, nahmen den Angaben zufolge die Umschlagmengen nach Europa, Fernost – insbesondere China –, Südamerika, Afrika, Australien und Mittlerer Osten zu. 

Bahntransporte steigen um mehr als elf Prozent

Das Transportvolumen im Segment Intermodal habe sich um 10,9 Prozent auf knapp zwei Millionen TEU erhöht. Die Bahntransporte nahmen dabei den Angaben zufolge um 11,2 Prozent auf rund 1,72 Millionen TEU zu. Auch die Straßentransporte verzeichneten einen deutlichen Anstieg - um 8,7 Prozent auf 263.000 TEU. 

Die Stadt Hamburg und die Schweizer Reederei Mediterranean Shipping Company (MSC) halten gemeinsam über die Port of Hamburg Beteiligungsgesellschaft mehr als 95 Prozent der HHLA. MSC war im November 2024 unter dem Protest von Hafenarbeitern und Gewerkschaften bei der HHLA eingestiegen. Abgemacht ist, dass die weltgrößte Reederei bis zu 49,9 Prozent an der Beteiligungsgesellschaft halten wird. Die Stadt soll 50,1 Prozent wahren.
© dpa | Abb.: HHLA (Symbolbild) | 26.03.2026 10:39

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