NRW
11:15 Uhr

Zug kollidiert mit Betonplatten - Staatsschutz ermittelt

Unbekannte haben bei Kamen Betonplatten auf Gleise gelegt - und ein Zug ist mit ihnen zusammengestoßen. Verletzte gibt es nicht, aber Ermittler schließen einen politischen Hintergrund nicht aus.
Polizeieinsatz
Polizeieinsatz, © Max/Pixabay
Dortmund (dpa) - Ein Regionalexpress ist im Ruhrgebiet mit auf den Gleisen abgelegten Betonplatten kollidiert. Verletzte gab es bei dem Zusammenstoß in der Nacht zum Sonntag keine, die Polizei schließt aber einen politischen Hintergrund der gefährlichen Aktion nicht aus. Der Staatsschutz wurde eingeschaltet und ermittelt nun.

Der Zug der war Polizei-Angaben zufolge auf dem Weg von Aachen nach Hamm (Westfalen). Zwischen Kamen-Methler und dem Bahnhof Kamen habe der Lokführer plötzlich Gegenstände auf den Gleisen entdeckt. Der Mann leitete eine Notbremsung ein, konnte einen Zusammenstoß aber nicht mehr verhindern. Nach der Kollision war der Regionalexpress nicht mehr fahrbereit. Die insgesamt 309 Passagiere konnten mit einem Ersatzzug ihre Reise fortsetzen.

Betonplatten von einem Kabelschacht entfernt

Die Polizei geht nach ersten Ermittlungen davon aus, dass ein oder mehrere Täter mutwillig mehrere Betonplatten und eine Metallstange auf die Gleise gelegt hatten. Die Platten seien zuvor von einem Kabelschacht neben der Bahnstrecke entfernt worden. Der Tatort befinde sich in der Nähe einer Unterführung. 

Die Polizei leitete ein Strafverfahren wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr ein. Sie sucht nach Zeugen, die etwa verdächtige Personen an der Bahnstrecke gesehen haben könnten.

In den vergangenen Monaten hat es immer wieder Anschläge auf Bahnstrecken gegeben.
© dpa | 22.03.2026 11:15

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