Die Hochbahn teilte in einer Stellungnahme mit, sie habe kein Verständnis für den Warnstreik. "Streiks werden immer auf dem Rücken unserer Fahrgäste ausgetragen", sagte Hochbahn-Personalvorständin Saskia Heidenberger.
Verdi hatte im Februar schon wiederholt zu Warnstreiks bei der Hochbahn aufgerufen. An mehreren Tagen, während der teils frostige Temperaturen herrschten, fuhren Bahnen und Busse nicht oder nur eingeschränkt.
Verhandlungen mit der Hochbahn ohne Ergebnis
Verdi hat nach eigenen Angaben zu der zeitweisen Arbeitsniederlegung aufgerufen, weil Verhandlungen am Dienstag mit dem städtischen Verkehrsunternehmen Hochbahn ohne Einigung beendet worden sind. Verdi bewertete das Angebot der Hochbahn als unzureichend.
Verdi fordert für die Beschäftigten 7,5 Prozent mehr Lohn im Monat als bislang. Der Vertrag solle zwölf Monate laufen.
"Unser Ziel ist und bleibt eine Lösung am Verhandlungstisch, möglichst schnell", sagt Gewerkschaftssekretär Gabriel Arndt. "Das uns jetzt vorgelegte, desaströse Angebot ist Ergebnis des von der Stadt auferlegten Sparkurses." Am Freitag ist eine Demonstration in der Innenstadt geplant.
Die oppositionelle Linksfraktion verteidigte den angekündigten Warnstreik. Der gewerkschaftspolitische Sprecher der Fraktion, Kay Jäger, warf der Arbeitgeberseite "Blockadehaltung" vor.
Hochbahn verteidigt Angebot
Hochbahn-Personalvorständin Heidenberger sagte: "Wir haben ein gutes Angebot vorgelegt, das auf die Belange der Mitarbeitenden eingeht und gleichzeitig unserer wirtschaftlichen Verantwortung gegenüber der Stadt gerecht wird."
Die Hochbahn bietet demnach an, die Entgelte in zwei Schritten um insgesamt 4,2 Prozent anzuheben. Die Hochbahn verwies weiter darauf, dass ohnehin die Arbeitszeit der Beschäftigten sinken werde - zum Juli 2027 dann auf 37 Wochenstunden. Der Tarifvertrag solle bis Ende 2028 laufen.
Verhandlungen auch mit dem Busunternehmen VHH
Am Donnerstag verhandelt Verdi nach Ankündigung mit dem Busunternehmen VHH. Dabei fordert Verdi einen neuen Manteltarifvertrag, der etwa die Busfahrer entlasten soll. Verdi will eine 35-Stunden-Woche für die Mitarbeiter erreichen. Beschäftigte der VHH sind schon zu Mittwoch zu einem Warnstreik aufgerufen. Das Unternehmen erwartet aber nur einzelne Ausfälle.
Verdi hatte auch in anderen Bundesländern zu Warnstreiks am Freitag und teils am Samstag aufgerufen. Anlass sind Tarifverhandlungen.
© dpa | Abb.: HOCHBAHN (Archiv) | 24.02.2026 16:29







