Bei Zustimmung aller Partner sei die Direktverbindung als regelmäßige Regionalverbindung "frühestens ab Mitte der 30er Jahre möglich". Die erste gemeinsame Studie von Luxemburg, Rheinland-Pfalz, dem Saarland und der französischen Region Grand Est solle Grundlage sein, um grenzüberschreitende Zugverbindungen zu verbessern.
Schnellere Verbindung
Die Direktverbindung zwischen Luxemburg, Saarbrücken und Mannheim könne sowohl als Fernverkehrsverbindung über Metz oder Konz als auch eingegliedert in den Regionalverkehr als regelmäßige Verbindung über Wasserbillig, Konz, Saarburg und Saarbrücken bis nach Mannheim gehen, sagte die saarländische Mobilitätsministerin Petra Berg (SPD).
Laut Machbarkeitsstudie sei eine Fernverkehrsverbindung über Metz und Saarbrücken fahrplantechnisch möglich, sie würde die Fahrzeit zwischen Luxemburg und Mannheim von heute 3 Stunden und 47 Minuten auf 2 Stunden und 50 Minuten verkürzen, sagte die Ministerin.
Mehr als 276.000 Grenzpendler in der Großregion
"Unser Ziel als saarländische Landesregierung ist es, Saarbrücken und das Saarland auch langfristig in der Mitte von Europa zu einer verkehrlichen Drehscheibe zu entwickeln." Eine Schienendirektverbindung zwischen Luxemburg über Saarbrücken nach Mannheim sei ein wichtiger Anfang.
Dafür brauche es die Unterstützung der Bundesregierung. Deshalb werde man im nächsten Schritt das Gespräch mit dem Bundesverkehrsminister suchen. In der Großregion Saar-Lor-Lux arbeiten viele Menschen über Grenzen hinweg. 2024 waren es mehr als 276.000 Pendler, die vor allem in Luxemburg arbeiteten.
Der saarländische CDU-Bundestagsabgeordnete Philip Hoffmann bekräftigte seine Forderung nach einer schnellen direkten Bahnverbindung zwischen dem Saarland und Luxemburg. "Eine Stunde von Saarbrücken und 30 Minuten von Merzig nach Luxemburg muss unser Ziel sein. Nur so schaffen wir echten Nutzen für Pendler, Wirtschaft und die gesamte Region", sagte er.
© dpa | Abb.: Erich Westendarp, Pixabay | 06.02.2026 19:16







