
Am Montag startet im Chemnitzer Hauptbahnhof, Bahnsteige 5 6,um 5.31 Uhr erstmalig fahrplanmäßig ein Alstom Coradia BEMU in Richtung Leipzig. Akkuzüge dieses Typs werden in den kommenden Monaten die zur Zeit verkehrenden Doppelstockzüge auf der Bahnstrecke Chemnitz- Leipzig ersetzen, © IMAGO / HärtelPRESS
Der RE 6 verbindet die beiden Großstädte Chemnitz und Leipzig und wird auch von vielen Pendlern genutzt. Für den Wirtschaftsraum Chemnitz ist er zugleich eine wichtige Anbindung zum Fernverkehrsknoten Leipzig. Doch die rund 80 Kilometer lange Strecke ist eingleisig und ohne Oberleitung. Außerdem sorgte in den vergangenen Jahren die veraltete Technik der dort fahrenden Züge immer wieder für Probleme und Beschwerden.
Auslieferung der neuen Züge mehrfach verschoben
Die neuen Züge sollen da Abhilfe schaffen. Allerdings kommen sie mit reichlich Verspätung. Eigentlich hatten sie schon ab Dezember 2023 fahren sollen, doch der Hersteller musste die Auslieferung immer wieder verschieben. Die Züge haben Akkus auf dem Dach, die während des Halts am Bahnhof geladen werden. Die Reichweite beträgt den Angaben zufolge bis zu 120 Kilometer. Sie fahren laut VMS in sogenannter Doppeltraktion mit jeweils 300 Sitzplätzen.
Fahrgastverband: "ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung"
"Nach jahrelangem Einsatz veralteter und unzuverlässiger Technik ist dies ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung", konstatierte der Vorsitzende des Fahrgastverbands Pro Bahn Mitteldeutschland, Markus Haubold, zum Start der neuen Züge. "Es werden endlich keine Züge mehr eingesetzt, für die sich Stadt und Region schämen müssen."
Allerdings dringt die Bahninitiative Chemnitz, ein Bündnis, das sich für eine bessere Anbindung der Region Chemnitz an den Bahn-Fernverkehr starkmacht, auf mehr Tempo bei Planung und Ausbau der Bahnstrecke Chemnitz-Leipzig. Nur so könne die Kapazität insgesamt erweitert werden hin zu einem Halbstundentakt. "Die neuen Akkuzüge sind ein erster richtiger Schritt", sagte Sprecher Sebastian Drechsler. "Nun müssen weitere folgen, um tatsächlich eine Kehrtwende für diese wichtige Bahnverbindung zu erreichen."
© dpa | Abb.: IMAGO / HärtelPRESS | 02.02.2026 11:18







