
Feierliche Übergabe der Betriebserlaubnis für die Hermann-Hesse-Bahn (v.l.): Rüdiger Klahm (BM Althengstett), Florian Kling (OB Calw), Helmut Riegger (Landrat Landkreis Calw), Winfried Hermann (Verkehrsminister BW), Frank von Meißner (Geschäftsführer Zweckverband HHB) und Ryyan Alshebl (BM Ostelsheim), © Landkreis Calw
Fledermäuse müssen sich noch an den Bahnbetrieb gewöhnen
Rund 3.000 Pendler, Touristen und Reisende werden die batteriebetriebenen Züge nach Angaben des Landratsamtes täglich nutzen. Auf Dauer können die Menschen werktags alle 30 Minuten fahren, an Wochenende, Feiertagen und nach 20 Uhr jede Stunde, so der Plan.
Vorerst aber – etwa bis April – verkehrt die Bahn nur bis 18.30 Uhr tagsüber und nur stündlich, wie eine Sprecherin des Landratsamtes sagte. Grund: Die Fledermäuse, die lange in den einst stillgelegten Tunneln hausten und sich nun erst an die neue Situation gewöhnen müssen.

Batterie-elektrischer Triebwagen MIREO von SIEMENS, wie er auf der HHB fahren wird, © Manuel Kamuf / Lightworkart.de / Landkreis Calw
Der Start der Bahn war sehnlichst erwartet worden, wurde doch der Eröffnungstermin immer wieder um Jahre verschoben. Im Jahr 2012 hatte der Landkreis Calw beschlossen, die 20 Kilometer lange Strecke als Zubringer zum Stuttgarter S-Bahn-Netz bis Renningen wiederzubeleben. 2018 war die Eröffnung geplant – es dauerte jedoch bis jetzt.
Das Projekt verschlang rund 240 Millionen Euro und wurde damit ganz erheblich teurer als die anfangs veranschlagten 60 Millionen. Nicht zuletzt umfangreiche Artenschutzmaßnahmen zum Erhalt von Fledermausquartieren hatten für Kostensteigerungen und Verzögerungen gesorgt. Die Hesse-Bahn gilt als ein Pionierprojekt bei der Reaktivierung stillgelegter Bahnstrecken im Südwesten.
© dpa | Abb.: Landkreis Calw | 01.02.2026 06:47





