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Als verspätet gilt ein Zug nach Bahn-Definition ab einer Verzögerung von sechs Minuten. Als Gründe für die vielen Verspätungen nennt die Bahn zumeist die vielen Baustellen im maroden Schienennetz sowie die überlasteten Fernverkehrsknoten, vor denen sich Züge immer wieder stauen. Ein Bahnsprecher sicherte in der Zeitung zu, dass nun eine Trendwende eingeläutet werde.
Auch 2026 wohl nur wenig Besserung
Klar ist aber: Die Fahrgäste müssen sich auch im neuen Jahr auf zahlreiche Verspätungen einstellen. Im Fernverkehr sollen mindestens 60 Prozent der Züge pünktlich unterwegs sein, hatte die neue Bahnchefin Evelyn Palla angekündigt.
"Wir hatten auch im Jahr 2025 einen deutlich sinkenden Trend bei der Pünktlichkeit insbesondere im Fern- und Regionalverkehr", sagte die Managerin. "Es gilt nun, diesen fallenden Trend zu stabilisieren."
An dem von der Bundesregierung vorgegebenem Ziel von einer Pünktlichkeitsquote von mindestens 70 Prozent bis Ende 2029 hält sie fest.
Palla stellt Bahnkonzern neu auf
Um die Probleme angehen zu können, will die Bahnchefin den bundeseigenen Konzern neu aufstellen: Mehr Verantwortung soll dabei in die Fläche verlegt werden. Regionale Manager sollen künftig darüber bestimmen, wie die Ziele des Konzerns vor Ort erreicht werden können.
Die Managementstrukturen in der Berliner Zentrale will Palla dafür deutlich verschlanken. Auf der Ebene unterhalb des Konzernvorstands sollen rund die Hälfte von derzeit 43 Führungsstellen gestrichen werden. Bei den Töchtern DB Regio und DB Fernverkehr werden die Vorstände verkleinert. Auch im Vorstand des Gesamtkonzerns sind bereits zwei Posten abgebaut worden.
Positive Signale über Weihnachten
Über die Weihnachtsfeiertage haben die Fernzüge der Deutschen Bahn rund fünf Millionen Reisende ans Ziel gebracht. Am 24., 25. und 26. Dezember habe die Pünktlichkeitsquote von ICE- und Intercity-Zügen bei gut 75 Prozent gelegen, teilte die Bahn jüngst mit. Das ist ein deutlich besserer Wert als der Durchschnitt in den vergangenen Monaten. Allerdings lag die Quote am 24. und 25. Dezember des Vorjahres mit mehr als 80 Prozent noch höher.
Rund um die Feiertage ruhten die Arbeiten auf den meisten Baustellen. Das habe sich positiv auf die Pünktlichkeit ausgewirkt, hieß es.
© dpa | Abb.: Deutsche Bahn AG / Stefan Wildhirt (Symbolbild) | 04.01.2026 05:34




