Die S1 von und nach Airport/Poppenbüttel ende damit am Berliner Tor. Von und nach Wedel gehe es auf dieser Linie nur von Altona aus. Die S2 verkehre zwischen Altona und Hauptbahnhof sowie zwischen Berliner Tor und Bergedorf/Aumühle. Die S3 von und nach Neugraben sowie die S5 von und nach Buxtehude/Stade in Niedersachsen ende in Hammberbrook. Außerdem fährt die S3 den Angaben zufolge zwischen Hauptbahnhof und Pinneberg.
Zwischen Hauptbahnhof und Hammerbrook werde ein Ersatzverkehr mit Bussen eingerichtet. Die Bahn empfiehlt zudem, alternativ die U-Bahn-Linien U2, U3 oder U4 sowie Regionalzüge zu nutzen. Insgesamt könne sich die Reisezeit um bis zu 20 Minuten verlängern.
Fernzüge kommen öfter verspätet am Hamburger Hauptbahnhof an
Unterdessen wurde bekannt, das weniger Fernzüge in Hamburg halten – und unpünktlicher ankommen. Die Bundestagsabgeordnete Özdemir klagt, die Sparpolitik zulasten der Schiene mache sich bemerkbar.
Das Pünktlichkeitsproblem der Deutschen Bahn macht sich auch am Hamburger Hauptbahnhof bemerkbar. Dort verkehren Fernzüge zunehmend unzuverlässiger. Die Pünktlichkeit der Züge bei Ankunft ist in vier Jahren (2021-2024) von 75 auf 62 Prozent gefallen, wie aus einer Antwort des Bundesverkehrsministeriums hervorgeht, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Die Hamburger Bundestagsabgeordnete Cansu Özdemir (Linke) hatte die schriftliche Frage gestellt.
Die durchschnittliche Verspätung der Fernzüge hat demnach in den vier Jahren fortlaufend zugenommen: von 7 auf 11,4 Minuten.
Zahl der Halte hat abgenommen
Die Deutsche Bahn wertet einen Halt als unpünktlich, wenn ein Zug um mindestens sechs Minuten verspätet ist. Im Fernverkehr in ganz Deutschland lag die Pünktlichkeit vergangenes Jahr bei 62,5 Prozent - also etwa auf dem Niveau am Hamburger Hauptbahnhof.
Aus der Antwort des Ministeriums geht auch hervor, dass vergangenes Jahr Fernzüge vergleichsweise wenig am Hauptbahnhof gehalten haben. Am Tag waren es im Schnitt 156 Halte. Zum Vergleich: Zwischen 2021 und 2023 gab es im Schnitt aufgerundet 169 Halte. Gründe dafür gehen aus der Antwort nicht hervor.
Abgeordnete Özdemir: Bahn ist Sanierungsfall
Özdemir nannte die Bahn anlässlich der Zahlen einen Sanierungsfall. "Für die Menschen in Hamburg ist der Fernverkehr leider kein zuverlässiges Mittel mehr, um von A nach B zu kommen." Die jahrelange Sparpolitik zulasten der Schiene zeige ihre dramatischen Auswirkungen. Es brauche mehr Investitionen in die Bahn und bezahlbare Tickets.
Eine Sprecherin der Deutschen Bahn erklärte die zunehmenden Verspätungen mit dem Schienennetz, das zu voll, alt und störanfällig sei. "Störungen auf einzelnen Strecken können sich im engmaschigen, vertakteten System unmittelbar und wie ein Dominoeffekt auf das gesamte Netz übertragen."
© dpa, schiene.de | Abb.: Deutsche Bahn AG / Wolfgang Klee (Symbolbild) | 29.08.2025 13:01