"Im Ergebnis wird für die Auslieferung der neuen Doppelstockzüge erheblich mehr Zeit benötigt als ursprünglich angenommen", hieß es. Die Züge sollten eigentlich ab Dezember dieses Jahres schrittweise auf verschiedenen Linien in Baden-Württemberg zum Einsatz kommen.
Tragfähiges Ersatzkonzept geplant
Ein Sprecher des Unternehmens erklärte weiter, Alstom arbeite gemeinsam mit der Landesanstalt Schienenfahrzeuge Baden-Württemberg (SFBW) an einem tragfähigen Ersatzkonzept. "Ziel ist es, den durchgängigen Bahnverkehr bis zur Einführung der neuen Coradia Max-Züge durch den Einsatz von Ersatzfahrzeugen sicherzustellen." Insgesamt umfasst der Auftrag für Baden-Württemberg 156 Züge. Die erste Bestellung über 130 Züge wurde im Mai 2022 getätigt; im Dezember 2025 wurde eine Option über weitere 26 Züge gezogen.
Ärger im Ministerium
Das Verkehrsministerium reagierte verärgert. Ein Sprecher erklärte: "Das Vertrauen in Alstom als zuverlässiger Lieferant ist inzwischen nicht nur beim Land Baden-Württemberg, sondern auch bei anderen betroffenen Auftraggebern erheblich beeinträchtigt". Das Land erwarte von Alstom, dass nun sämtliche erforderlichen Ressourcen mobilisiert werden, um den Coradia Max schnellstmöglich in den Fahrgastbetrieb zu bringen und von Beginn an einen zuverlässigen und stabilen Fahrzeugeinsatz sicherzustellen.
© dpa | Abb.: BW/Alstom | 30.10.2026 17:11








