Bei den Regionalbahnen fiel der Anteil pünktlicher Züge demnach von 83,2 auf 80,0 Prozent. Als unpünktlich werden alle Bahnen gezählt, die mindestens sechs Minuten zu spät an ihrem Ziel eintreffen. Bis zu diesem Zeitpunkt gelten Züge als pünktlich.
Der Anteil der im Fahrplan vorgesehenen S-Bahnen, die auch tatsächlich fuhren, hat sich leicht erhöht. In den ersten neun Monaten 2026 betrug er 85,0 Prozent nach 84,6 Prozent im Vorjahr. Das bedeutet, dass 15 Prozent der Bahnen ausfielen. Bei den Regionalbahnen sank der Wert von 93,7 im vergangenen Jahr auf 92,6 Prozent im laufenden Jahr.
Hauptgrund: Bauarbeiten bei der Bahn
Zur Begründung verwies der Verkehrsverbund auf eine Rekordbautätigkeit bei der Bahn - darunter umfassende Maßnahmen am Knoten Mainz. Fälle von fehlendem Personal hätten dagegen deutlich reduziert werden können. Dies zeige sich in der etwas höheren Zuverlässigkeit der S-Bahn.
"Im Ergebnis sorgen insbesondere die Bauarbeiten für eine etwas geringere Pünktlichkeit und Quote stattgefundener Fahrten als im Vergleichszeitraum des Vorjahres", sagt ein RMV-Sprecher. Berücksichtigt werden müsse, dass auch Fahrten, für die Ersatzbusse unterwegs seien, als ausgefallen gezählt würden: "Unter Berücksichtigung von Ersatzbussen liegt die Zuverlässigkeit bei S-Bahn und Regionalzügen um je fünf Prozentpunkte höher."
Ein Einzelereignis, das zu vielen ungeplanten Zugausfällen führte, sei der Böschungsbrand Ende Juni zwischen Friedberg und Frankfurt gewesen.
Täglich eine halbe Million Fahrgäste nutzen S-Bahn
Jeden Tag fahren rund eine halbe Million Fahrgäste mit der S-Bahn Rhein-Main. Rund 1.000 Fahrten absolvieren die Bahnen nach Angaben der Deutschen Bahn täglich auf neun Linien, an denen 112 Stationen liegen.
Die Deutsche Bahn betreibt die Linien im Auftrag des Rhein-Main-Verkehrsverbunds (RMV). Rund 600 Triebfahrzeugführer und -führerinnen fahren die 212 Bahnen. Bis zu 80 Zugfahrten finden gleichzeitig statt. Überwacht und koordiniert wird der Verkehr aus der Leitstelle der S-Bahn Rhein-Main.
Derzeit wird rund die Hälfte der Bahnen neu gestaltet. Die ersten sollen schon bald auf den Linien S1, S4, S8 und S9 unterwegs sein. Außen sind die Züge nicht mehr rot, sondern weiß mit blauem Streifen und grüner Front. Innen dominieren die Farben Weiß und Grau mit Elementen in Holzoptik. Auch die Raumaufteilung wurde verändert.
© dpa, schiene.de | Abb.: Bombardier/RMV | 26.10.2026 05:40









