Für den Ausbau der rund 15 Kilometer langen Bahnstrecke rechnet die Deutsche Bahn (DB) mit Kosten in Höhe von rund einer Milliarde Euro.
Mehr Sitzplätze
"Die S-Bahn wird auf jeden Fall auch zwei neue Stationen, Elmshorn-Süd und Pinneberg-Nord, bedienen und damit viele Fahrgäste näher an die Bahn bringen", sagte Henckel. Mit einer S-Bahn kann nach Darstellung der Landesregierung die Sitzplatzkapazität auf der Strecke in der Hauptverkehrszeit um 60 Prozent steigen. Bei einer Regionalbahn-Variante seien dagegen nur 18 Prozent Sitzplätze mehr möglich.
Die S-Bahnen verbänden Elmshorn, Tornesch und Prisdorf umsteigefrei mit Eidelstedt, Altona (alt), Reeperbahn, Landungsbrücken, Jungfernstieg und Hamburg Hauptbahnhof. Durch den Zehn-Minuten-Takt könnten Fahrgäste ohne längere Wartezeiten schnell den nächsten Zug erreichen, sagte die Staatssekretärin. Schon heute nutzten mehr Fahrgäste aus Pinneberg die S-Bahn als die Regionalbahnzüge.
Offizielle Angaben zum Zeithorizont des Bahnprojekts gibt es bislang zwar nicht. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur wird in Fachkreisen jedoch damit gerechnet, dass S-Bahnen auf der Strecke frühestens in zehn Jahren verkehren könnten.
Der DB-Konzernbevollmächtigte Martin Walden bezeichnete die Strecke Pinneberg-Elmshorn als wesentlichen Baustein für die Mobilität in Schleswig-Holstein sowie eine zentrale Verbindung nach Hamburg. Ziel sei es, den Nahverkehr nachhaltig zu stärken und zu verbessern. Im Störfall auf der bestehenden Hauptstrecke könnten Fern- und Güterverkehrszüge punktuell auf die neuen Nahverkehrsgleise ausweichen.
© dpa | Abb.: Deutsche Bahn AG / Volker Emersleben (Archiv) | 13.10.2026 20:55








