Sicherheit
08:58 Uhr

Zugunglück in Frankreich: Keine Hinweise auf Anschlag

In Frankreich prallt ein Zug gegen einen auf den Schienen liegenden Gegenstand und entgleist. Der Staatsanwalt widerspricht nun Politikern, die sogleich von einem Anschlag sprachen.
Zugunglück in Frankreich am 11.09.2026
Zugunglück in Frankreich am 11.09.2026, © IMAGO / ABACAPRESS
Verwandte Themen
Das Zugunglück mit mehr als 40 Verletzten im Nordwesten Frankreichs ist nach Ansicht der Ermittler nicht auf einen Anschlag zurückzuführen. Am Abend teilte der Staatsanwalt von Rouen, Sébastien Gallois, laut übereinstimmenden Medienberichten mit, bisher gebe es "keine Anhaltspunkte für eine böswillige Handlung mit der vorsätzlichen Absicht, den Zug zum Entgleisen zu bringen, und schon gar nicht für einen Anschlag". 

Heute solle bei weiteren Befragungen geklärt werden, wie ein Schienenteil habe auf die Strecke gelangen können, hieß es weiter. Zuvor hatten einige französische Politiker von einem Anschlag oder einer Straftat gesprochen. 

Der Regionalzug mit rund 180 Passagieren war am Freitagabend auf der Strecke zwischen Rouen und Caen mit einem Gegenstand kollidiert, woraufhin fünf Waggons aus den Schienen sprangen und einer davon umkippte. Zunächst gab es Berichte, dass der Verdacht einer vorsätzlichen Tat verfolgt werde, nachdem auf der Strecke ein Schienenteil gefunden worden war. 

Von den 44 verletzten Personen konnten den Medienberichten zufolge die meisten das Krankenhaus bereits am Samstag wieder verlassen. Eine 18-Jährige wurde schwer verletzt. Ihr Zustand habe sich aber mittlerweile gebessert, hieß es in den Berichten.

Die Rettungskräfte waren mit einem Großaufgebot zum Unfallort ausgerückt. Mehr als 130 Feuerwehrleute, 50 Polizisten und 80 Fahrzeuge waren im Einsatz.
© dpa | Abb.: IMAGO / ABACAPRESS | 13.09.2026 08:58

Schlagzeilen

Meistgelesene Artikel

Aktuelle Stellenanzeigen

Luftfahrtbranche

Es gibt neue
Nachrichten bei schiene.de

Startseite neu laden