GDL
15:42 Uhr

Saarbahn-Streiks im September jederzeit möglich

Pendler müssen sich im September auf spontane Warnstreiks bei der Saarbahn einstellen. Gleichzeitig bat das Unternehmen, den möglichen Ärger über die Streiks nicht gegen die Mitarbeiter zu richten.
Saarbahn
Saarbahn der zweiten Generation an der Haltestelle Römerkastell , © Saarbahn/Iris Maurer
Der Tarifkonflikt bei der Saarbahn wird auch im September fortgesetzt - und verschärft sich noch. Für den gesamten September sei dem Arbeitgeber eine Streikankündigung übermittelt worden, sagte Nico Rebenack, Bezirksvorsitzender der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL). 

Bislang seien die Ankündigungen für Warnstreiks immer 48 Stunden vor dem Streiktag zugestellt worden. Im September sei nun jederzeit mit Warnstreiks zu rechnen. Wann konkret gestreikt wird, werde weiterhin kurzfristig angekündigt. "Die Zielstellung ist nicht, möglichst lang zu streiken", sagte Rebenack. Stattdessen solle am Verhandlungstisch eine Lösung gefunden werden. Ein unbefristeter Streik stehe demnach aktuell nicht im Raum.

Saarbahn will Auswirkungen begrenzen

Die Saarbahn versuche, die Auswirkungen der Wellenstreiks zu begrenzen, teilte das Unternehmen mit. "Das ist angesichts der kurzfristigen und wiederholten Streikaufrufe eine große Herausforderung", sagte Geschäftsführer Karsten Nagel einer Mitteilung zufolge. Gleichzeitig bat das Unternehmen, den möglichen Ärger über die Streiks nicht gegen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu richten.

Hintergrund ist ein schon seit mehreren Monaten andauernder Tarifkonflikt. Die Saarbahn befördert nach eigenen Angaben jährlich fast 35 Millionen Fahrgäste in Saarbrücken und im Regionalverband und fährt grenzüberschreitend bis ins lothringische Sarreguemines in Frankreich. Ihre Tram-Trains verkehren sowohl in der Stadt als auch im Umland auf Schienen. Knapp 80 Tram-Train-Fahrer folgen seit dem 26. Mai den bislang 19 Streikaufrufen der GDL, so das Unternehmen.
© dpa | Abb.: Saarbahn/Iris Maurer | 28.08.2026 15:42

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