Deutsche Bahn zu Nürnberg-Regensburg
07:19 Uhr

Anfangs Störungen auf modernisierter Strecke möglich

Nach monatelangem Stillstand fahren in Kürze wieder durchgehend Züge zwischen Nürnberg und Regensburg. In den ersten Wochen könnte es dabei aber noch ruckeln.
Die Gleisbaumaschine Katharina die Große des Unternehmens Spitzke im Einsatz bei der Korridorsanierung Nürnberg - Regensburg
Die Gleisbaumaschine Katharina die Große des Unternehmens Spitzke im Einsatz bei der Korridorsanierung Nürnberg - Regensburg, © Deutsche Bahn AG / Thomas Kiewning
Auf der sanierten Bahnstrecke zwischen Nürnberg und Regensburg könnte es nach Angaben der Deutschen Bahn anfangs noch einzelne Störungen geben. "Trotz sorgfältiger Abnahmen und Prüfungen der technischen Anlagen können bestimme Mängel oder verdeckte Fehler erst im Realbetrieb unter verkehrlicher Belastung festgestellt und beseitigt werden", teilte eine Bahnsprecherin mit. Fachteams seien deshalb entlang der Strecke unterwegs, um die Störungen schnellstmöglich zu beheben.

Verspätungen bei der Inbetriebnahme der seit Februar gesperrten Strecke hatten der Deutschen Bahn zuletzt viel Kritik eingebracht. Ursprünglich sollten die Bauarbeiten fünf Monate bis zum 10. Juli dauern. Wenige Tage vorher informierte die Bahn jedoch darüber, dass der Termin wegen Verzögerungen bei der Sicherheitsüberprüfung der Stellwerktechnik nicht zu halten sei. Zuvor hatte sich bereits die Sanierung der Strecke Hamburg-Berlin um mehrere Wochen verzögert.

Nach Schulschluss noch Ersatzbusse

Ab Freitagabend sollen zwischen Nürnberg und Regensburg wieder durchgehend Züge fahren können. Planmäßig soll der Verkehr aber erst am Samstag mit Betriebsbeginn rollen. Wer direkt nach Schulschluss am Freitag mit dem Zug in die Sommerferien starten will, muss unter Umständen weiterhin den Ersatzbus nehmen. Auf dem Teilstück Nürnberg-Neumarkt fährt die S-Bahnlinie 3 bereits seit Montag im Stundentakt wieder. 

Auf der wichtigen Verkehrsachse Nürnberg-Regensburg hatte die Bahn in den vergangenen Monaten rund 80 Kilometer neue Gleise verlegt, rund 90 Kilometern Oberleitungen erneuert und 20 Bahnhöfe saniert. Für die Generalsanierung wurde die Strecke die gesamte Zeit komplett gesperrt, Reisende mussten auf Ersatzbusse ausweichen und längere Fahrzeiten in Kauf nehmen. Mit 350 Zügen täglich ist die Strecke nach Bahn-Angaben eine der meistbefahrenen in Bayern.

Weitere Generalsanierungen in Aussicht

Seit Mitte Juni läuft bereits die nächste Generalsanierung in Bayern: Seit dem 14. Juni ist die Strecke zwischen Obertraubling (Landkreis Regensburg) nach Passau komplett gesperrt. Dort sollen 120 Kilometer Gleise, 140 Weichen und 90 Kilometer Oberleitungen sowie mehrere Stellwerke erneuert oder instand gesetzt werden. Außerdem werden neun Bahnhöfe modernisiert. Die Bauarbeiten sollen bis Frühjahr 2027 dauern. 

Weitere Generalsanierungen sind zudem in Aussicht: 2027 kommt die stark frequentierte Strecke zwischen Rosenheim und Salzburg an die Reihe, ab dem Jahr 2028 folgen die Strecken zwischen München und Rosenheim, Würzburg und Treuchtlingen, Würzburg und Nürnberg sowie Ulm und Augsburg.
© dpa | Abb.: Deutsche Bahn AG / Thomas Kiewning | 29.07.2026 07:19

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