Dänemark
13:39 Uhr

Erstes Element für Fehmarnbelttunnel wird abgesenkt

Vier Röhren, ein Milliardenprojekt: Das erste Tunnelelement verschwindet vor der dänischen Insel Lolland im Meer. Später soll der 18 Kilometer lange Tunnel Dänemark und Deutschland verbinden.
Erstes Tunnelelement
Erstes Tunnelelement, © Femern A/S
Das Erste von insgesamt 89 Bauelementen für den Fehmarnbelt-Tunnel zwischen Dänemark und Deutschland wird abgesenkt. Mit Hilfe eines Spezialschiffes wird es auf den Meeresboden vor der Küste bei Rødbyhavn auf der dänischen Insel Lolland abgesenkt, wie die Planungs-, Bau- und Betreibergesellschaft Femern A/S mitteilte. Die Strömung hatte ein früheres Absenken verzögert. Der Absenkvorgang kann bis zu 24 Stunden dauern. 

Zuvor war 217 Meter lange und 42 Meter breite Standardelement mit Hilfe von fünf Schleppern an den Absenkort gebracht worden. "Es besteht aus vier Röhren, in denen künftig die Autobahn und die Eisenbahn untergebracht sein werden", hieß es. "Außerdem gibt es eine schmale Serviceröhre für technische Installationen zwischen den beiden Autobahnröhren."

Im September hatte die dänische Projektgesellschaft mitgeteilt, dass sich die Eröffnung des Milliardenprojekts verzögern werde. Die Fertigstellung des Spezialschiffs "Ivy" zum Absenken von Tunnelelementen habe sich so stark verzögert, dass es schwierig sein werde, das Ziel einer Eröffnung im Jahr 2029 zu erreichen, hieß es damals.

Den Planungen zufolge soll der Fehmarnbelttunnel eigentlich ab 2029 die deutsche Ostsee-Insel Fehmarn und die dänische Insel Lolland verbinden. Der Bau des 18 Kilometer langen Eisenbahn- und Autotunnels läuft bereits. Durch die Verbindung soll sich die Fahrtzeit zwischen den Großräumen Hamburg und Kopenhagen deutlich verkürzen. Bislang verkehren Fährschiffe zwischen Fehmarn und Lolland.
© dpa | Abb.: Femern A/S | 06.05.2026 13:39

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