Die Straßenbahn war wenige Tage nach dem Ende der Olympischen Winterspiele im Zentrum der 1,3-Millionen-Einwohner-Stadt am 27. Februar gegen ein Gebäude geprallt. Eigentlich hätte sie an einer Kreuzung geradeaus fahren sollen, bog jedoch mit hoher Geschwindigkeit nach links ab und entgleiste. Zwei Männer im Alter von 49 und 59 Jahren kamen ums Leben. Der Fahrer wurde verletzt ins Krankenhaus gebracht.
Telefonat noch zwölf Sekunden vor dem Unglück?
Unmittelbar danach wurde bereits spekuliert, dass er einen Schwächeanfall erlitten haben könnte. Vor dem Unglück hatte er eine Haltestelle missachtet. Nun berichten die Zeitung "Corriere della Sera" und andere Blätter, dass der Fahrer telefoniert habe. Demnach war er zumindest zwölf Sekunden vor dem Unglück noch am Handy, möglicherweise auch noch länger.
Die Anwälte des Mannes hatten zuvor schon bestätigt, dass ihr Mandant während der Fahrt am Telefon war - allerdings habe er das letzte Gespräch anderthalb Minuten vor dem Unglück beendet. Die Ermittler kamen nun jedoch zu einem anderen Ergebnis. Genauen Aufschluss erhoffen sie sich von einem Abgleich der Verbindungsdaten mit den Aufzeichnungen der Verkehrsbetriebe.
© dpa | 20.03.2026 10:20






