Zunächst hatten für diesen Donnerstag (19. März) erneute Arbeitsniederlegungen gedroht. Betroffen waren seit Februar in mehreren Wellen immer wieder die kommunalen Verkehrsbetriebe in Frankfurt, Wiesbaden, Gießen, Marburg und Kassel.
Während Pendler in Frankfurt auf S-Bahnen und Busse ausweichen konnten, standen die Bahnen und Busse der Kasseler Verkehrsgesellschaft nahezu komplett still. In Wiesbaden haben in den vorhergehenden Streikrunden die Busfahrer gestreikt. In Gießen und Marburg war nur ein Teil der Beschäftigten zu dem Warnstreik aufgerufen. Grund sind unterschiedliche Tarifverträge, wegen derer viele Beschäftigte nicht in den Warnstreikaufruf einbezogen sind.
Tarifverhandlungen laufen regional
Bei den regionalen Tarifverhandlungen fordert Verdi insbesondere deutlich bessere Arbeitsbedingungen – etwa durch kürzere Wochenarbeitszeit und Schichtzeiten, längere Ruhezeiten sowie höhere Zuschläge für Arbeit in der Nacht und am Wochenende.
Nicht die erste Verhandlungslösung
In anderen Bundesländern wie Bayern, Nordrhein-Westfalen und Hamburg soll am Donnerstag gestreikt werden. In Baden-Württemberg und Schleswig-Holstein gibt es hingegen bereits Einigungen. Verschont von Arbeitskämpfen blieb bisher vor allem Niedersachsen. Dort gilt bis Ende März eine Friedenspflicht ,während der nicht gestreikt werden darf.
"In vielen Ländern stehen wir – im vierten Monat der Tarifrunde – leider immer noch am Anfang", teilte die Vize-Vorsitzende von Verdi, Christine Behle, mit. "Die Zeiten seien schwierig, heißt es von den Arbeitgebern. Allerdings können wir uns Zögerlichkeit am Verhandlungstisch nicht leisten, es müssen dringend Lösungen her."
© Christian Ebner, dpa | 17.03.2026 08:04









