Der Wagen, der dem Bericht zufolge an zehnter Stelle des Güterzuges fuhr, war am 31. Dezember auf der Fahrt von München nach Verona entgleist. Da der Lokführer dies nicht sofort bemerkte, wurden zwischen den Bahnhöfen Rosenheim und Pfraundorf auf einer Strecke von gut zwei Kilometern Schienen und Schwellen beschädigt. Es entstand ein Schaden in Millionenhöhe, wie die Bundespolizei damals mitteilte. Menschen hingegen wurden nicht verletzt. Auch trat trotz der Beschädigungen an der Außenhülle kein Gas aus dem Gastankcontainer aus, wie aus dem Bericht hervorgeht.
Wegen der gebrochenen Radscheibe hätten sich die Experten der Bundesstelle zu einer vorzeitigen Veröffentlichung dieses ersten Zwischenstandes entschlossen; die Entgleisung gilt als "gefährliches Ereignis im Eisenbahnbetrieb".
Bereits zuvor gab es im europäischen Güterzugverkehr ähnliche Unfälle. So entgleiste etwa im August 2023 ein Güterzug im Gotthard-Basistunnel, was zu enormen Schäden an der Infrastruktur führte. Nach Analysen der Schweizerischen Sicherheitsuntersuchungsstelle war dort ebenso wie in einer Vielzahl anderer dokumentierter Fälle ein Radscheibenbruch die Ursache.
© dpa | Abb.: Bundespolizei | 05.03.2026 14:16








