Auswirkungen in Gießen und Marburg geringer
Auch im Busverkehr in Marburg in Gießen sei mit Auswirkungen zu rechnen, jedoch in geringerem Umfang, da in beiden mittelhessischen Städten unterschiedliche Tarifverträge für das Fahrpersonal gelten.
Die Fahrgäste in Frankfurt dürften die neuerlichen Arbeitsniederlegungen schmerzhaft treffen, erklärte die Nahverkehrsgesellschaft traffiQ. Gerade die U-Bahn sei das Rückgrat des städtischen Nahverkehrsnetzes. Es sei damit zu rechnen, dass erneut alle neun U-Bahn-Linien und zehn Straßenbahnlinien von dem Warnstreik betroffen sind.
Ausweichmöglichkeiten in Frankfurt
Immerhin könnten die Pendler auf folgende Verkehrsmittel ausweichen, die trotz des Warnstreiks verkehren sollen:
- die S-Bahn-Linien
- die Regionalzüge
- die städtischen Buslinien
- der Schienenersatzverkehr für die U2
- die regionalen Buslinien und Express-Busse
Im Busverkehr sei allerdings mit einer spürbar höheren Nachfrage zu rechnen, was auf einigen Linien zu Verspätungen führen könne.
Den Fahrgästen empfahl die Nahverkehrsgesellschaft, möglichst kurz vor Fahrtantritt noch einmal aktuelle Informationen einzuholen. Diese seien über die Radiosender, am RMV-Servicetelefon, im Internet sowie in den sozialen Medien.
Neuen Warnstreiks ging laut Verdi "Eklat" voraus
Die neuerlichen Warnstreiks resultierten aus dem "Eklat" kurz vor Ende der dritten Runde der Tarifverhandlungen für den öffentlichen Nahverkehr. Zuvor hatte Verdi deshalb bereits in Kassel zu einem Warnstreik aufgerufen.
Bei den Verhandlungen hatten die Arbeitgeber nach Angaben von Verdi überraschend zwei neue Themen auf den Verhandlungstisch gelegt. Sie wollten Kürzungen bei einer tariflich vereinbarten Zulage zur Mitarbeitergewinnung, das Geld solle mit künftigen Tariferhöhungen verrechnet werden, so die Gewerkschaft. Die ebenfalls tariflich seit langem gültige Aufstockung des Krankengelds soll gekürzt werden. "Das kam völlig aus dem Off. Wir bewerten diesen Vorstoß als eine Attacke auf unseren Tarifvertrag", so Koppel.
Nächste Verhandlungsrunde am 25. Februar
Die ÖPNV-Verhandlungen werden von Verdi gleichzeitig in allen Bundesländern geführt. Es geht in Hessen nicht um die Gehälter der Beschäftigten, sondern um die Arbeitsbedingungen nach dem Manteltarifvertrag. Die nächste Verhandlungsrunde steht am 25. Februar an, dabei soll es schwerpunktmäßig um die Eingruppierung von Tätigkeiten gehen, wie Koppel sagte.
© dpa | 17.02.2026 19:04








