"Darum fordere ich auch ein einheitliches Deutschlandticket. Wir haben ganz viele Deutschlandtickets, die unterschiedlich aussehen, und ganz oft müssen die Zugbegleiter dann nach dem Personalausweis oder dem Reisepass fragen", so Schweitzer. Die Umsetzung "kostet nicht viel Geld, das können wir ganz schnell machen".
Auch mehr Personalpräsenz durch Doppelbesetzungen von Zügen und die Einführung von Bodycams seien dringend notwendig, aber es brauche noch mehr Vorschläge. Es sei sehr wichtig, jetzt schnell zu handeln. "Deshalb habe ich angeboten, dass wir schon am 5. März auf der Ministerpräsidentenkonferenz - die ich ja leite - dieses Thema Zugsicherheit auch auf die Tagesordnung zu setzen. Das wird auch sicherlich die Debatte noch mal weiter nach vorne bringen."
Polizeigewerkschaft unterstützt Deutschlandticket mit Passfoto
Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) unterstützt den Vorstoß des rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten Alexander Schweitzer (SPD), für mehr Sicherheit in Zügen ein bundesweit einheitliches Deutschlandticket mit Lichtbild einzuführen. "Wir erleben immer wieder, dass gerade dieser Abgleich mit dem Identitätspapier gegenüber einem Zugbegleiter bei vielen Reisenden Unverständnis hervorruft", sagte GdP-Chef für den Bereich Bundespolizei, Andreas Roßkopf, der "Rheinischen Post" (Dienstagsausgabe). "Das Aufbringen eines Passbildes würde den Abgleich ersparen."
Roßkopf ergänzte: "In einigen Fällen führt dies sogar zur verbalen Eskalation bis hin zu körperlichen Auseinandersetzungen." Dann müssten immer wieder die Kollegen der Bundespolizei zu diesem Personenabgleich hinzugezogen werden. Die Personalisierung insbesondere von Abo-Fahrkarten sei daher "sinnvoll", sagte Roßkopf.
Auch Verkehrsminister Schnieder ist für weniger Ausweiskontrollen
Auch Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) erwägt, weniger Ausweiskontrollen in Zügen durchführen zu lassen. "Wir haben festgestellt, dass die Identitätskontrollen Auslöser für erhebliche Grundaggressivität sind", sagte Schnieder dem "Handelsblatt".
"Man könnte die Gewalt um etwa 18 Prozent senken, wenn man auf solche Kontrollen verzichtet", so Schnieder. Denkbar wären bloße Stichprobenkontrollen wie in U- und S-Bahnen, die von größeren Mitarbeiterteams durchgeführt würden. "Oder Sie kontrollieren bereits am Bahnsteig, wie es andere Länder machen", sagte Schnieder.
Absender: dpa, dts Nachrichtenagentur, schiene.de | Abb.: Deutsche Bahn AG / Dominic Dupont (Symbolbild) | 16.02.2026 05:20








