Norddeutschland
Gestern, 17:18 Uhr

Bahn will Fernverkehr am Samstag wieder aufnehmen

Das Sturmtief "Elli" hat den Bahnverkehr im Norden am Freitag zum Erliegen gebracht. Reisende sollen Samstag wieder fahren können. Einschränkungen sind dann aber weiterhin möglich.
ICE 3 Baureihe 403
Winterwetter im April 2022- ICE 3 Baureihe 403 bei Borlinghausen (Strecke Altenbeken-Kassel), © Deutsche Bahn AG / Wolfgang Klee (Archiv)
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Die Deutsche Bahn will den wegen Unwetters eingestellten Fernverkehr in Norddeutschland am Samstagmorgen wieder schrittweise aufnehmen. Am Samstag sei trotzdem bundesweit noch mit Einschränkungen und Zugausfällen zu rechnen, teilte das Unternehmen mit.

In den betroffenen Regionen im Norden hatten laut Bahn insbesondere Schneeverwehungen für erhebliche Beeinträchtigungen gesorgt. Die Bahn bittet alle Reisenden, sich vor Fahrtantritt in der App DB Navigator und auf der Internetseite der Bahn über die aktuelle Verkehrslage zu informieren.

Unterbrechung seit Freitagmorgen

Am Freitagmorgen hatte die Deutsche Bahn mitgeteilt, den Fernverkehr im Norden Deutschlands bis mindestens Mittag einzustellen. Die Bahn argumentierte, die Unterbrechung sei notwendig, um Fahrgäste, Mitarbeiter und Fahrzeuge zu schützen. Züge sollten an Bahnhöfen zurückbleiben. Die Bahn kündigte weiter an, Fahrgäste zu versorgen.

Am frühen Freitagnachmittag hieß es von der Bahn, der Fernverkehr sei bundesweit von Einschränkungen betroffen. Das bundeseigene Verkehrsunternehmen kündigte an, die zulässige Höchstgeschwindigkeit werde auf einzelnen Schnellfahrstrecken reduziert.

Die Bahn erlaubt Kunden, die bis Mittwoch ein Ticket für eine Reise von Donnerstag bis Sonntag gekauft haben, diese zu verschieben. Die Zugbindung sei aufgehoben und Sitzplatzreservierungen könnten kostenfrei storniert werden.

Auch Regionalzüge stellen Betrieb ein

Auch Regionalzüge stellten ihren Verkehr in Niedersachsen ein. Das Unternehmen Start Niedersachsen teilte mit, dass keine Züge mehr fahren. Start-Züge fahren unter anderem Hannover, Hildesheim, Hamburg und Bremen an. Auch die S-Bahn Hannover hat wegen des Winterwetters bereits den Betrieb eingestellt - sowohl mit Zügen als auch mit Ersatzbussen. In ganz Norddeutschland fahren zudem keine Fernverkehrszüge mehr.

Das Eisenbahn-Unternehmen Erixx wies ebenfalls auf ausfallende und verspätete Züge hin. Langsam aber stetig verschlechtere sich die Situation auf den Strecken, hieß es. Ab Mittag sei vermutlich kein Betrieb mehr möglich. Die Erixx-Züge verkehren zwischen Hannover, dem Harz, Braunschweig und der Lüneburger Heide. Ähnlich äußerte sich das Unternehmen Metronom, das zur gleichen Betreibergesellschaft gehört. Einzelne Verbindungen in den Räumen Hamburg und Bremen sind bereits gestrichen.

Eingefrorene Weichen und Schneeverwehungen 

Es gebe erste Probleme durch eingefrorene Weichen und Schneeverwehungen - und es sei mit weiteren Ausfällen zu rechnen. Bahnreisende sollten, wenn möglich, auf Fahrten verzichten, sich jedoch mindestens über die aktuellen Abfahrten informieren.

Die Nordwestbahn, die unter anderem die Regio-S-Bahn bei Bremen betreibt, teilte mit, dass zahlreiche Weichen am Bremer Hauptbahnhof vereist seien. "Aus diesem Grund werden Züge zurückgehalten und einzelne Fahrten erhalten derzeit keine Einfahrt in den Bahnhof", hieß es von dem Unternehmen.

Wetterdienst warnt vor Unwetter

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hatte anlässlich des Sturmtiefs "Elli" eine amtliche Unwetterwarnung vor starken Schneeverwehungen ausgegeben. Die Warnung betraf Stand Freitagmorgen Teile Schleswig-Holsteins, ganz Hamburg, den nördlichen Teil Niedersachsens, ganz Bremen und teils Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Brandenburg. 

Es bestehe Gefahr für Leib und Leben, teilte der DWD mit. Der Aufenthalt im Freien solle vermieden werden. 

Bahn kündigte zunächst abgeschwächtes Angebot an 

Schon am Mittwochnachmittag hatte die Deutsche Bahn angekündigt, wegen des Winterwetters den Fernverkehr im Norden und Nordosten des Landes von Donnerstagnachmittag an zu reduzieren. Das betraf nach Ankündigung Fahrten nach Norddeich-Mole in Niedersachsen, Kiel sowie Sylt, Rostock sowie Rügen und Kopenhagen in Dänemark.
© dpa, schiene.de | Abb.: Deutsche Bahn AG / Wolfgang Klee (Archiv) | 09.01.2026 09:34

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