Auf dem Schiff befanden sich beim Unfall am Neujahrsmorgen gegen 9.15 Uhr 58 Passagiere und 20 Besatzungsmitglieder. Verletzt wurde den Angaben zufolge niemand. Allerdings wurde die Brücke zwischenzeitlich für den Bahnverkehr gesperrt. Um 12.05 Uhr wurde die Strecke wieder freigegeben.
Die Schiffsbesatzung war laut Wasserschutzpolizei davon ausgegangen, dass das Schiff etwa 20 Zentimeter Platz unter der Brücke haben würde. Allerdings hätten Wind und Welle so gestanden, dass das Schiff angehoben wurde. Der Flusskreuzer trug dennoch nur leichtere Beschädigungen davon und darf weiterfahren. Die Huntebrücke nahm keinen Schaden. Gegen den Kapitän des Kreuzfahrtschiffes wurde ein Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet.
Zwei Kollisionen an der Brücke im Jahr 2024
Frühere Kollisionen an der Brücke hatten gravierendere Folgen: Im Februar 2024 stieß ein Binnenfrachter gegen die Brücke. Die Deutsche Bahn installierte daraufhin eine Behelfsbrücke, die nach gut zwei Monaten freigegeben wurde. Bereits im Juli 2024 kam es aber zu einer weiteren Kollision, diesmal mit einem Tankmotorschiff, sodass die Bahnstrecke erneut einen Monat lang gesperrt war.
Die Hilfsbrücke ist laut Bahn eine Übergangslösung. Geplant sei ein Neubau in Form einer Hub-Drehbrücke, die die uneingeschränkte Befahrbarkeit der Hunte und die Anbindung an den Oldenburger Hafen für Binnen- und Seeschiffe schnellstmöglich wieder herstellen soll.
© dpa | 01.01.2026 19:55




