Vergangenes Jahr hätten mehr als 10,5 Millionen Fahrgäste diese Züge genutzt. Damit habe sich die Zahl seit der Übernahme nahezu verdoppelt. Dieser Trend setze sich dieses Jahr fort, so das Unternehmen. Nach den Rückgängen während der Corona-Pandemie habe ab 2022 eine spürbare Erholung eingesetzt. Vor allem das Deutschlandticket sorge für vollere Züge. Deswegen werde es in Stoßzeiten eng in den Zügen, hieß es. Dann könnten mitunter keine Fahrräder mehr mitgenommen werden.
Mehr Fahrgäste, mehr Einnahmen?
Doch die Ticketeinnahmen bleiben laut MRB hinter dem Zuwachs an Fahrgästen zurück. Denn inzwischen mache das Deutschlandticket einen Großteil dieser Einnahmen aus; es ist für Fahrgäste günstiger als viele frühere Monatskarten. Das führe zu erheblichen Mindereinnahmen bei privaten Verkehrsunternehmen. "Die von Bund und Ländern bereitgestellten Kompensationsmittel reichen aller Voraussicht nicht aus, diese Lücke zu schließen", erklärte MRB-Geschäftsführer Jan Kleinwechter. "Die aktuelle Regelung spiegelt damit weder die tatsächliche Nutzung noch den Finanzierungsbedarf wider."
Das Unternehmen setze sich deswegen für ein neues Verteilungsmodell innerhalb der Branche ein, das die tatsächliche Fahrgastnachfrage berücksichtige.
© dpa | Abb.: Deutsche Bahn AG / Christian Bedeschinski (Archiv) | 28.08.2025 12:25